Bett selber bauen!

Der derzeitige Trend im Möbeldesign lautet “schlicht und flach”. Wer z.B. gerne ein tolles Futonbett haben, aber nicht kaufen möchte, der kann heutzutage auch ein Bett bauen, welches allen Designanforderungen entspricht. Denn das moderne Bett erfordert eine einfache Rahmenkonstruktion. Im folgenden Text wird erklärt, wie ein solches Bett mit eingebauten Nachttischen einfach gebaut wird.

Benötigtes Material für das selbstgebaute Bett

Für den Bau des Bettes wird eine Buche-Leimholzplatte in 27 mm Stärke gebraucht. Die Platten kann man sich im Baumarkt einfach zuschneiden lassen. Zudem werden Kantholz, Fichte, ein Bett-Eckverbinder, ein Bett-Mittelverbinder, Senkkopfschrauben, Rundkopfschrauben, Beize und Lack benötigt. Von den elektrischen Werkzeugen wird eine Stichsäge, ein Exzenterschleifer, ein Bohrhammer, ein Akkubohrschrauber und ein Feinsprühsystem gebraucht. Als Hilfsmittel kommen zudem ein Set Holzbohrer, ein Senker, Schleifpapier mit Körnungen 120-140, ein Schwamm, ein Zellstock, ein weicher Bleistift, ein Radiergummi und ein Spitzer zum Einsatz.

1. Bettrahmen zusammenfügen

Zunächst werden der Kopf- und der Fußteil sowie die Seiten mittels den Bettverbindern zu einem Bettrahmen verbunden. Dabei handelt es sich um Schraubwinkel mit kurzen Schenkellängen und einer Gesamthöhe. Beim Zusammenbau werden die Beschläge so positioniert, dass jeweils der lange Schenkel mit der kurzen und der kurze Schenkel mit der langen Seite verschraubt wird.

2. Auflager für Lattenrost montieren

Der Lattenrost liegt auf den Auflagern, bzw. den Kanthölzern. Diese werden mit der Unterkante der Bettseiten bündig verbunden. Die Auflager sind kürzer als die Bettseiten, sodass diese mittig daran montiert werden. Dadurch lassen sie ausreichend Platz für Bettverbinder, mit welchen Kopf- und Fußteil an die Seiten montiert werden.
Der Auflager wird vor der Montage vorgebohrt und die Löcher angesenkt, welche zur Bettmitte zeigen. Anschließend werden die Auflager montiert. Dazu werden der Akkuschrauber und Schrauben 4 x 60 mm verwendet.

3. Vorbereitung der Mittel-Auflager und deren Montage im Bettrahmen

Zunächst wird der Stützfuß unter das Auflager geschraubt, und zwar mittig. Dazu wird dieses vorgebohrt und die Löcher angesenkt. Der Stützfuß wird mit dem Akkuschrauber und Schrauben (4 x 60 mm) montiert.
Nun kann das Auflager über die sogenannten Mittel-Bettverbinder mit dem Kopf- und Fußteil des Bettrahmens verschraubt werden. Die Verbinder bestehen aus einem Tragwinkel und einer Haltelasche. Es muss darauf geachtet werden, dass der Tragwinkel an die Stirnseite des Auflagers kommt und die Haltelasche an das Kopf-, Fußteil.
Beide Beschlagteile werden mit Akkuschrauber (Schrauben 4 x 17 mm) montiert.

4. Nachttisch

Der Tisch- und die Seitenplatte werden im Winkel von innen zum Nachttisch über eine Schraubleiste verschraubt. Dazu wird die Schraubleiste vorgebohrt, und zwar von zwei Seiten. Dabei werden die Löcher kreuzweise in unterschiedlicher Höhe gebohrt, nie auf gleicher Höhe, damit die Schrauben nicht in der leiste aufeinandertreffen. Die Löcher werden auf den Sichtseiten angesenkt.
Nun wird die Seitenplatte mit der Sichtseite nach unten auf die Arbeitsfläche angelegt. Darauf wird die vorgebohrte Schraubleiste bündig mit der Oberkante positioniert. Die Leiste wird mit Akkuschrauber und mit Schrauben 4 x 45 mm montiert.
Nun wird die Tischplatte mit der Sichtseite nach unten auf die Arbeitsfläche gelegt. Die mit der Leiste verschraubte Seitenplatte wird bündig zur Kante darauf gestellt. Anschließend können die Tisch- und die Seitenplatte mit Akkuschrauber (Schrauben 4 x 45 mm) miteinander verbunden werden.

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5. Nachttisch am Bettrahmen verschrauben

Zunächst werden die vorgebohrten Schraubleisten mit Schrauben 4 x 45 mm bündig zur Tischplattenkante montiert. Nun wird der Nachttisch an die Bettrahmenseite positioniert, und zwar an die Stelle, welche optimal vom Bett aus erreichbar ist. Die Montage erfolgt mit Akkuschrauber und Schrauben (4 x 45 mm).

6. Holzoberflächen Schleifen

Der Bearbeitung der Oberfläche sollte man sich vor dem Zusammenbau des Bettes widmen. Zunächst werden die Kanten gebrochen, indem sie mit 120er oder 180er Schleifpaper bearbeitet werden, und zwar im Winkel von 45 Grad. Die Sichtflächen werden stets in Richtung der Holzmaserung geschliffen, zunächst mit gröberem Schleifpapier und dann mit feinerem (bis 240 er). Anschließend werden die Flächen mit einem Schwamm feucht abgerieben. Die Holzfasern stellen sich beim Trocknen vereinzelt auf und können mit 180er Schleifpapier sacht entfernt werden. Danach ist das Holz zur Oberflächenbehandlung bereit.

7. Oberflächen beizen

Das Färben von Holz wird beizen genannt. Die Beize kann mit einem Feinspühsystem aufgetragen werden, wonach das Holz jedoch noch keinen Oberflächenschutz aufweist. Dazu ist das Wachsen oder Lackieren nötig.
Für das Auftragen von Farbe müssen die Verarbeitungs- und Sicherheitsratschläge des Herstellers durchgelesen werden. Diese erfolgt in einem Raum, welcher gut belüftet ist. Das Rauchen, Essen und Trinken sollten im selben Raum vermieden werden.

8. Oberflächen lackieren

Der Lack wird in den Farbbehälter gefüllt und ggf. Mit Wasser verdünnt. Vor dem Lackieren werden der Sprühstrahl an der Düse sowie die Farbmenge am Stellrad eingestellt. Nun wird die erste Schicht Lack dünn aufgetragen. Erst werden die Kanten lackiert und danach die Flächen, und zwar in gleichmäßig verlaufenden Bahnen. Auch hier kann es passieren, dass sich Holzfasern aufstellen. Doch diese lassen sich nach der Trocknung leicht mit einem 220er oder einem 240er Schleifpapier entfernen.
Bei der zweiten Lackschicht wird der gleiche Klarlack wie bei der Grundierung verwendet. Nur kann die zweite Schicht etwas satter aufgetragen werden. In beiden Fällen sollte in gleichmäßigen, parallel verlaufenden Bahnen lackiert werden.
Ist der Lack getrocknet, ist das Bett auch schon einsatzbereit.

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