IM 70.3 Wiesbaden – Das Rennen

Gepostet am 18. August 2009

Der Ironman 70.3 Germany 2009 in Wiesbaden ist seit Sonntag Nachmittag Geschichte und (viel zu) lang hat es gedauert, nun aber bin ich zumindest wieder einigermaßen hergestellt, zu Hause angekommen und, obwohl noch nicht mit allzu viel Schlaf versehen, soweit wieder einsatzbereit für einen etwas längeren Beitrag. Das Wichtigste hatte ich ja schon heute Früh vorweg genommen: Leistung gemischt, Gesamtzeit enttäuschend, Florida muss (?!) somit als Wiedergutmachung angegangen werden.
Hier nun also der ausführliche Rennbericht, eine Bewertung, Analyse (mit dazugehörigem Maßnahmenplan) der Einzeldisziplinen und ernüchternde Quervergleiche zu bekannten Konkurrenten werden in den kommenden Tagen tröpfchenweise nachgeliefert. Wie könnte ich sonst meine nun anstehende Trainingspause besser nutzen?

Das Vorspiel:
Wecker klingeln um 5.10 Uhr, Frühstück mit Streuselkuchen, Keksen, Waffeln, Müsliriegeln und Magnesium-Drinks, Taschen rein ins Auto, Auto in der City geparkt und dann ab zum Bustransfer hinaus zum Schiersteiner Hafen. Gut dort angekommen um 6.45 Uhr, in Ruhe den Rest vorbereiten, Rad nochmals checken, noch ein bisschen Essen und trinken und glücklicherweise auf die Box gehen. Beim letzten Check merke ich dann aber, dass sich sowohl mein Tacho nun endgültig auch von diesem Rad verabschiedet hat (lange Geschichte, HAC4 Pro, den ich auf allen meinen Rädern fahre, der aber immer wieder keine Signale vom Sender empfängt und blabla …), als auch meine Pulsuhr, eh schon als Notersatz für meine leer gelaufene Nike Triax Sportuhr (braucht man den Herstellersupport zum Batteriewechseln … irre) im Einsatz, verweigern beide ihren ordnungsgemäßen Dienst und funktionieren nur in Teilen. Nur nicht aus dem Konzept bringen lassen, war dann die Devise – schnell schwimmen, radeln und laufen kann man auch ohne detaillierte Zeitnahmen und so wurde sich dann noch rasch in den Neo gepresst und ab ging’s ins Wasser. Körperlich also soweit alles Grün, nur die Technik streikt (vorerst) ein wenig!

Schwimmen (Plan Sub 0:34, Hoffnung hohe 0:31, Minimum 0:35):
Nach schier endlos langen acht Minuten, wo es galt vorne an der Startlinie (Wasserstart) zu treiben fiel um Punkt 8 Uhr für alle Profis und einige AKler (“Elite“) endlich der Startschuss. Ich konnte mir gleich eine gute Ausgangspoistion sichern, Faris Al-Sultan und Sebastian Kienle, beide locker drauf und zu Scherzen aufgelegt, waren nur rund zwei Meter vor mir an der Spitze des Feldes positioniert und bis zum Startschuss versuchte ich meine gute Position in Reihe zwei zu verteidigen. Bei rund 300 Männern und Frauen im Wasser sollten sich doch gute Gruppen zum hinterherschwimmen finden, so zumindest war meine Hoffnung, doch schon nach rund 250 Metern bin ich mehr als überrascht. Aufgrund der stockgeraden Streckenführung positionierte sich das Feld schätzungsweise auf eine Breite von rund 50 Metern und so ging es a) vom Start weg fast ohne Körperkontakt zu, b) war das Feld schon früh stark zersplittert und damit c) ich schon nach wenigen Minuten fast auf weiter Flur allein. Etwas verwirrt ob der Situation paddelte ich nun also voll drauf los bis zur Wendeboje, immerhin beim Blick nach hinten waren dann doch noch viele andere grüne Badekappen zu sehen. So schlecht konnte ich also nicht liegen.
Kurz vor dem Wendepunkt verengte sich das Feld dann doch noch endlich und auf einmal waren auch wieder einige Konkurrenten in Tuchfühlung. Gut so, denn so konnte ich einen Großteil der restlichen 1.000 Meter bis zum Schwimmausstieg hinten immer wieder wechselnden Füßen hinterherplantschen ohne dabei wirklich ans Limit zu gehen. Zwar ging es im gefühlten Zickzack auf den Rückweg und ich hätte vielleicht noch etwas zulegen können, aber ohne den unterstützenden Wasserschatten war an Überholmanöver in der Fünfergruppe leider nicht möglich. Dafür machte sich nach etwa 25 Minuten dann doch die Wassertemperatur bemerkbar, die offiziell mit 23,2 Grad angegeben war, mir durchaus die ersten Hitzewallungen im Anzug bescherten. Anyway, irgendwann kam ich dann doch noch am Ufer an, 33:47 Minuten waren bis dahin vergangen, was soweit im Rahmen der normalen Möglichkeiten lag und so konnte ich immerhin mit dem guten Gefühl nicht allzu schlecht zu liegen auf Radstrecke gehen, auch ohne zu wissen wie schnell (oder langsam) ich nun wirklich war.

Radfahren (Plan Sub 4:45, Hoffnung Sub 4:40, Minimum 4:50):
Rasch gewechselt und schon saß ich auf dem Sattel. Die ersten mehr oder weniger flachen Kilometer wurden noch im flotten Schnitt gefahren, ehe es endlich in den ersten Anstieg. Rasch konnte ich ein paar Konkurrenten einsammeln, doch schon zur Hälfte der etwa 8 Kilometer langen Steigung ging es gefühlt (wie gesagt nur gelegentliches Tachoflackern, daher nur zwischendurch mal Geschwindigkeitsangaben) irgendwie nicht mehr so recht flüssig weiter. Auf dem unebenen Asphalt fühlte nun sich das Hinterrad etwas komisch an, ich wollte mich aber nicht ablenken lassen und zumindest den Berg hochziehen, ehe mich ein Zuschauer darauf aufmerksam macht, dass mein Hinterrad fast platt ist. Kacke! Ich fahre also noch circa einen Kilometer und halte dort an wo einige Zuschauer mit Fahrrad stehe mit der Hoffnung auf unerlaubte (?) Hilfe. Nach vier Jahren Triathlonsport, mein allererster Defekt in einem Wettkampf! Dichtmittel habe ich diesmal dabei, eine Kartuschenpumpe mit CO2-Patrone auch und tatsächlich sofort eilt ein freundlicher Helfer herbei, hilft mir beim Einschäumen und nachdem der Schlauchreifen dann noch nicht viel mehr Luft aufweist, stellt er mir dann seine Pumpe zur Verfügung (wollte nicht gleich nach 15 km die Kartusche verschießen, besten Dank nochmals an den unbekannten Helfer). In der Hektik habe ich die Szene nicht mehr so ganz vor Augen, doch es dauerte am Ende doch ziemlich lange und und denke wir mussten es sogar mit zwei Pumpen und vier Händen versuchen bis irgendwann der Reifen soweit war, dass ich mich guten Gewissens auf die Abfahrt machen konnte. Den Zeitverlust nun zu schätzen ist nicht so leicht, ich bin aber sicher, dass ich durch Analyse, auspacken des Werkzeugs, mehrere Pumpversuche, Organisation einer weiteren Pumpe, vierhändiges Pumpen und mehrfachen Reifencheck sicherlich vier bis fünf Minuten dort verloren habe, zumal ich ein solches Szenario ehrlicherweise auch nie richtig geübt habe und somit nicht jeder Handgriff sofort saß. Irgendwann ging es dann doch weiter und schon auf den noch verbleibenden 500 Metern Anstieg merkte ich, dass ich auf einmal deutlich flüssiger bergauf fahren kann. Mistmistmist, wahrscheinlich hat mich schon der Fastplattfuss jede Menge Zeit gekostet.
Die nächsten Kilometer sind nun aber recht schnell erzählt. Munter flotte Abfahrten wechseln sich mit länger ziehenden Anstiegen ab, keine Höchstschwierigkeiten, aber sehr kraftraubend. Trotz des anders anmutenden Höhenprofils, dazwischen gibt es aber auch immer wieder Rollerpassagen, die gut in Aeroposition zu fahren sind. Während ich am ersten Berg noch teilweise überholt werde (wie gesagt, vielleicht auch durch das Reifenproblem), sammle ich nun noch einige Konkurrenten und mehrere (aber viel zu wenige) Profifrauen ein, denn meine erste Reparaturaktion hatte zwar erst mal für eine gut fahrbare Abfahrt gesorgt, aber schon beim zweiten Anstieg merkte ich, dass der Reifendruck nicht mehr im gewünschten Bereich lag. Also nochmals absteigen, Kartuschenpumpe bereit machen, CO2-Patrone abfeuern, Luftdruck checken, Pumpe wieder montieren und dann mit mulmigen Bauchgefühl und ganz viel Wut weiter. Zumindest hinauf immer mit Vollgas, bei den Bergabpassagen versuchte ich möglichst nicht daran zu denken, was bei den gefahrenen Geschwindigkeiten (sicher um die 80 Sachen) so alles mit einem platten Hinterreifen in den schnellen Kurven passieren könnte.
Leider ging es dann auch holprig weiter, zumindest aus technischer Sicht, denn auf den restlichen 50 Kilometern musste ich noch zwei weitere Aufpumpstopps einlegen. Beim dritten Stopp hielt ich den vorbeifahrenden neutralen Servicewagen an, wir diskutierten ein bisschen ob es Sinn machen würde das Hinterrad ganz zu wechseln, dann lieh ich mir doch nur kurz eine vernünftige Standpumpe aus und knallte den Reifen mit 10 Bar voll, kurz vor dem letzten Anstieg hielt ich dann nochmals in einem kleinen Stimmungsnest an der Strecke an (Niederlibbach?), wo ich ein paar Zuschauer mit Radequipment erblicken konnte, diskutierte ein wenig mit ein paar Typen in lustigen Radtrikots, lieh mir wieder eine Pumpe aus und erhöhte den mittlerweile wieder auf nur noch 2,5 Bar gesunkenen Luftdruck auf erforderliche 8 Bar. Den letzten Anstieg “The Hammer” in Oberlibbach, flog ich unter den Jubelstürmen der absolut fantastischen Zuschauer hinauf, rücküberholte drei oder vier Jungs nun schon zum x-ten Male, ließ diese auch noch massiv stehen (ärgerte mich so richtig!), fluchte dann noch über die letzten welligen Kilometer bei heftigen Gegenwind auf der Bundesstraße und stürzte mich dann endlich hirnlos in die letzte Abfahrt hinab nach Wiesbaden, zum Glück am Ende schadlos. Immerhin, meine Stoppuhr des HAC4 funktionierte noch und so wusste ich, dass ich die Radstrecke letztlich in rund 2:49 Std zurückgelegt hatte. Soweit nicht ganz so schlecht, aber der Gedanke was hier drin gewesen wäre, drückte zunächst massiv auf die Motivation. Kämpfen war also nun das Motto und es galt nur noch zu retten, was irgendwie zu retten war.

Aufzeichnung von 2007, als mein HAC4 Pro noch funktionierte.

Laufen (Plan 1:30, Hoffnung 1:28, Minimum 1:35):
Nach einem Blitzwechsel befand ich mich schon nach weniger als einer Minute auf der Laufstrecke, die zu diesem Zeitpunkt noch sehr sehr leer war, dafür jedoch von wirklichen Zuschauermassen gesäumt (Polizeischätzung lag bei 90.000). Einfach Augen zu, den Arsch zusammenkneifen und laufen was in meinem Standard-Renntempo noch so geht, das müsste doch eigentlich auch für die vier anstehenden Runden im schönen Kurpark klappen – so meine eigentlich mehr als simple Taktik. Beim Blick auf die streikende Pulsuhr (Uhrzeit geht noch, nur die Stoppfunktionen eben nicht) zeigt es 11:28 Uhr als ich aus dem Wechselzelt stürme und mir schon nach wenigen Metern den ersten Becher Wasser über den Kopf schütte. Der Rest vom Tage sollte recht warm (gegen Mittag werden es wohl deutlich über 30 Grad) werden, doch eigentlich galt es “nur” noch eine Zeit von 1:32 Std zu laufen, dann wäre ich zumindest noch unter dem anvisierten Minimalziel von 4:59:59 Std.
Die ersten Meter gehen noch ganz gut, bis zur zweiten Verpflegungsstation (bei Kilometer 3,6) kann ich schätzungsweise noch fünf bis acht vor mir laufende Jungs überholen, während ich selbst nur von Michael Raelert (am ende Gesamt-Zweiter) und Alessandro Degasperi (Gesamt-Fünfter) überholt werde und dabei auch noch feststellen muss, dass die Jungs gar nicht so galaktisch schnell unterwegs sind. Meine Beine sind also soweit noch ganz gut, die Schritte gehen noch flüssig, das Ernährungskonzept passt (zwei Riegel, ein Gel, etwas mehr als drei Flaschen Iso auf der Radstrecke, ein Mix aus Cola, Iso und Wasser beim Laufen) und die hohen Temperaturen stören mich eigentlich überhaupt nicht. Könnte also noch ein versöhnlicher Abschluss werden, so zumindest meine Hoffnung.
Falsch gedacht, denn als ich kurz vor dem Ende der ersten Runde an den zahlreichen Zuschauern rund um das Kurhaus vorbeilaufen darf werden auf heiterem Himmel auf einmal die Schritte deutlich kürzer. Um 12:01 Uhr beende ich somit die erste Laufrunde und bin damit wohl schon einen Tick hinter dem gesetzten Zeitplan. Noch habe ich Hoffnung, dass ich irgendwann wieder rennen kann, doch was ich in den nächsten drei Runden erlebe zieht fast wie ein Film an mir vorbei und ich kann es immer noch nicht ganz fassen, was dort passiert ist. Mit jedem Meter mehr werde ich einen Tick langsamer, meine Beine wollen irgendwie nicht mehr. Keine Krämpfe, keine Schmerzen, keine Probleme mit der Hitze, kein Hunger, kein Durst, keine Magenprobleme und auch sonst keine außergewöhnlichen Beschwerden, aber irgendwie geht mir die Schrittlänge flöten. Zwar habe ich keinen funktionierenden Pulsmesser dabei, ich merke aber, dass mein Puls einfach nicht mehr in Gang kommt und so trabe ich die restlichen drei Runden nur noch ins Ziel ohne, dass ich das Gefühl hätte, es ich kann nicht mehr. Beim Blick auf die Uhr verabschiede ich mich schnell von meiner Sub5-Vision, in Runde drei zieht die erste AK-Frau (später Gesamt-Dritte) an mir vorbei – habe ich so definitiv noch nie erlebt und diesmal habe ich das Gefühl ich stehe – und in Runde vier bin ich schon nahe an der Verzweiflung, als ich auf der immer voller werdenden Strecke (gefühlt) fast nur noch überholt werde und ich mehrere hundert Meter brauche um im Schneckentempo an leicht dicklichen AK-Athleten(innen) aus späteren Startgruppen vorbeizukommen. Traurig traurig, ich wusste wirklich nicht, dass ich jemals so langsam laufen kann.
Auch wenn es am Ende wirklich keinen Spaß mehr machte und ich mir x-mal schwor, dass dies meine letzte Mitteldistanz gewesen sein würde, irgendwann gingen auch die 21,1 Kilometer vorbei und am Display an der Ziellinie hatte ich schließlich gelb auf schwarz die Zeit von 5:06:17 Std stehen. Von den nackten Zahlen her einfach eine schwache Leistung, die am Ende doch noch für einen überraschend guten Rang 142 gesamt (von 1788 Männern) und Platz 35 in der Altersklasse M35 (332 Starter) reichte. Ironman ist nun mal in der Masse dann doch eher eine Hobbyveranstaltung.  Die reine Laufzeit fließt somit eine unfassbare Zeit von 1:39:31 Std (156. Laufsplit) ins Gesamtergebnis ein. Seltsamerweise nach Platz 270 beim Schwimmen und Platz 186 auf dem Rad noch immer die beste Teilplatzierung, aber im Gegensatz zu mir (wie gesagt, gefühlt) machte vielen andere Athleten die Hitze doch sehr zu schaffen.

Allein beim Probelesen komme ich aus dem Kopfschütteln schon fast nicht mehr heraus. Nicht aufgrund der Tippfehler, neenee! Mannomann, was da am Sonntag drin gewesen wäre (Top10 AK, Top50 gesamt) ohne Raddefekt und mit einer “normalen” Laufperformance. Wenn, hätte und aber zählt aber nun mal nicht im Sport und so bleibt dies dann doch eine andere Geschichte.

Wie wie der restliche Tag noch ablief, wie und warum ich am Ende noch zum Startplatz kam, wie meine Analyse ausfällt und wie es jetzt weitergeht? Fortsetzung folgt in weiteren Teilen! Versprochen!

Nicht mein Tag

Gepostet am 17. August 2009

Schwimmen ok, topp auf dem Rad, doch leider mit einer klassischen Vier-Stopp-Renntaktik (Reparaturpausen) und dann ein Getriebeschaden in der zweiten Laufrunde. Macht am Ende 5:06 Std. So war das nicht gedacht, Kacke!
Aus Trotz hab ich mir dann aber doch den Startplatz abgeholt. So kann ich meine 70.3-Karriere nicht beenden.

Mehr später.

Kann losgehen

Gepostet am 15. August 2009

WK-Besprechung besucht, Bike final gecheckt, Wechselzone aufgebaut, Schiersteiner Hafen begutachtet, restliche Sachen gepackt, bei 30 Grad akklimatisiert, etwas nachgebräunt, Sachen gepackt, Beine nochmals glatt poliert, Carbo geloaded und Flaschen gemixt. Jetzt noch knappe sechs Stunden Schlaf, dann kann es morgen Früh losgehen. Ich denke gegen 5.15 Uhr klingelt der Wecker. Let’go!

Ich bin Elite

Gepostet am 14. August 2009

Noch genau zwei Tage, dann gilt’s. Um Punkt 8 Uhr fällt für mich der Startschuss zum Ironman 70.3 in Wiesbaden. Aufgrund des großen Starterfelds, fast 2500 Einzelstarter sollen am Start sein, wird glücklicherweise in verschiedenen Gruppen (nach Altersklassen sortiert) gestartet. Und wie beim Ironman Germany in Frankfurt auch, dürfen diesmal einige Amateurstarter bereits in der ersten Startgruppe gemeinsam mit den Profifrauen und -herren starten. Und nun ja, erfreulich, überraschend, aber wahr, wie auch immer die Einteilung erfolgte, für den anstehenden Saisonhöhepunkt bin ich den Elite Amateuren zugeordnet worden und bin damit von Anfang von vorne dabei und muss das Feld diesmal nicht von hinten aufrollen. Mit Startnummer 103 geht es für mich um einen der 10 Startplätze in der M35 für die Qualifikation für die Ironman 70.3 World Championship in Clearwater, Florida. Das Ziel ist damit klar gesteckt und mit dieser Konstellation habe ich nicht gerade die schlechteste Ausgangsposition für ein schnelles Rennen. Besten Dank schon mal dafür, Herr Denk.

Nach fast genau zwei Jahren wage ich nun die Rückkehr auf die Mitteldistanz, doch was erwartet mich am Sonntag tatsächlich? Auf jeden Fall ein warmer Rhein mit derzeit 23,0 Grad Wassertemperatur im Schiersteiner Hafen, doch ein Neoprenverbot wird es erst ab 25 Grad geben – zum Glück! Danach steht eine durchwegs unflache Radstrecke im schönen Taunus auf dem Programm, die, das kann ich nach einer Testfahrt aus 2007 und als Voralpenbewohner sagen, allerdings ohne “richtige” Berge auskommt, sich aber dennoch auf knapp 1.500 Höhenmeter über die 90 Kilometer summiert. Ehe es abschließend die 21,1, Kilometer verteilt auf vier Laufrunden rund um den Zielbereich am Wiesbadener Kurhaus, zu absolvieren gilt. Dort könnte es bei der Starteranzahl also eng werden, somit wäre es sicherlich von Vorteil möglichst frühzeitig im Ziel zu sein.

Ich gebe zu, ich habe diesmal durchaus etwas überlegt, doch letztendlich bin ich dann doch zum Schluss gekommen auf eine Renntaktik weitgehend zu verzichten. Augen zu und durch, es wird schon klappen, genau wie auf den kürzeren Distanzen. Auch wenn mein längster Wettkampfeinsatz in diesem Jahr nach knapp 2:30 Std beendet war, ich bin zuversichtlich auch über (hoffentlich nicht ganz) fünf Stunden meine Leistung bringen zu können. Zwar kann ich die Strecke, ob wohl sie sie eben schon mal gefahren bin, nur schwer abschätzen, aber nach meiner Zeit von 5:14 Std in 2007 wäre nun zwei Jahre später alles andere als eine Zeit deutlich unter fünf Stunden schon enttäuschend verwunderlich. Mit den Detailplanzeiten halte ich mich hier aber mal zurück, die gibt es dann in der Rennanalyse am Montag und ihr seht schon, ganz so sicher bin ich mir bezüglich Leistungsexplosion daher nicht so recht, denn gefühlt war mein Rennen 2007, bis auf das Schwimmen, durchaus gut und dort noch etwas draufzupacken wird kein Kinderspiel.

Warum also zweifeln? Nun ja, Gründe gibt es eigentlich genügend:

  • Mir fehlen die längeren Läufe! Das letzte Mal, dass ich mehr als 13 Kilometer gelaufen bin, war beim Halbmarathon in Augsburg im April. Eigentlich ein Witz mit so einer Vorbereitung überhaupt an  den Start zu gehen.
  • Schwimmen zuletzt vernachlässigt! Nach dem Wettkampf am Wörthsee war ich tags darauf noch beim Schwimmtraining, dann nur noch am Dienstag für gut 40 Minuten zum Testschwimmen am Bugasee. Hoffentlich erinnern sich meine Arme noch daran wie es geht.
  • Laufen etwas vernachlässigt! Genau wie beim Schwimmen auch, nach dem Wörthsee war ich im Prinzip nur auf dem Fahrrad gesessen, erst seit letzter Woche versuche ich mich wieder ans Laufen zu gewöhnen.
  • Mir fehlt die Erfahrung auf dieser Distanz! Im Prinzip betreibe ich mal wieder einen Blindflug. Kein wirkliches Ernährungskonzept, keine längeren Tests, keine Ahnung von Renneinteilung. Das könnte auch mal in die Hose gehen.
  • Die Vorbereitung der letzten zwei Wochen! Kaum ein Arbeitstag, bei dem ich vor 20 Uhr zu Hause war und durchwegs nervige Themen. Babsi weiß wovon ich spreche, Mental bin ich sicher (noch) nicht ganz auf der Höhe.

Aber bevor ich mich jetzt verrückt mache und hier mich noch weiter schlecht mache, eigentlich kann es übermorgen nur klappen. Alle Hinweise der letzten Wochen lassen eigentlich nur einen Schluss zu: Das wird super!

  • Meine Radform müsste eigentlich auf dem Höhepunkt sein! Schon die letzten Monate waren nicht schlecht, nach dem intensiven Radblock der letzten Wochen mit vielen Bergen gibt es nun keine Gründe mehr nicht richtig schnell zu sein auf der Taunusstrecke. Auch wenn es viel bergauf geht, ein 33er-Schnitt müsste drin sein und damit wäre ich am Ende sehr gut dabei.
  • Ich schwimme besser als je zuvor! Mit einer 22er und einer 23er Zeit über die (vielleicht zu kurzen) Kurzdistanzen in Kulmbach und Königsbrunn gibt es eigentlich keine Ausreden mehr. Es kann eigentlich nur eine Zeit unter 34 Minuten rauskommen, wenn es gut läuft und der Wasserschatten da ist, dann sogar deutlich drunter. Damit hätte ich allein bei dieser Disziplin schon über sechs Minuten gewonnen und wäre zumindest schon mal näher an den guten Leuten dran.
  • Mein Laufspeed war zuletzt sehr annehmbar! Mit einer 10-km-Durchgangszeit von 38:45 Min in Königsbrunn und einer Endzeit von gut 39 Min auf der schweren Berglaufstrecke am Wörthsee konnte ich zuletzt beweisen, dass ich hinten raus noch wirklich schnell laufen kann. Wenn ich es nur annähend schaffe diesen Speed auf die 21,1 Kilometer zu übertragen, dann werde ich insbesondere über die längere Strecke beim Laufen richtig gut dabei sein. Einen 4:17er-Schnitt zu laufen dürfte somit eigentlich keine Hexerei sein. Wer nachrechnen will, der weiß somit mit welcher Laufzeit ich also rechne.
  • Ich bin körperlich ausgeruht! Zum ersten Mal seit Saisonbeginn folgt nicht Wettkampf auf Wettkampf. Drei Wochen hatte ich nun Zeit der Form den letzten Feinschliff zu geben, seit Sonntag bin ich mehr oder weniger im Ruhemodus. Nach meiner Erfahrung aus 2007 wird sich das am Sonntag bezahlt machen.
  • Ich war immer nahe dran! Mit Ausnahme meines Ausflugs zum MTB-Rennen am Tegernsee habe ich in keinem Rennen deutlich mehr als 10 Minuten auf den Sieger verloren. Klar, es ging ja auch nicht so lange und die Profi-Konkurrenz sollte eh kein Maßstab sein (bin jetzt schon auf Kienles Radspilt gespannt, das wird überirdisch), aber warum sollte ich am Sonntag in der Amateurwertung plötzlich mehr als 35 oder 40 Minuten auf die Spitze verlieren? Wenn ich nur mal konservativ mit 30 Minuten Rückstand rechne, dann weiß ich, dass ich gut dabei sein werde.
  • Ich bin Elite! Ich werde nach dem Schwimmen vermutlich einen Hauptteil der direkten Konkurrenz direkt vor mir haben, insbesondere auch die Profifrauen. Ziel wird es sein auf der Radstrecke soviel wie möglich gut zu machen, und hier sollte wirklich einiges drin sein, wenn es dann gut platziert auf die Laufstrecke geht kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Ich wurde dieses Jahr maximal von fünf bis acht Leuten auf der Laufstrecke überholt. Warum sollte sich dies in nun Wiesbaden ändern?
  • Es wird mein Wetter! Knappe 30 Grad und strahlender Sonnenschein sind angesagt, da werden die meisten jetzt wohl stöhnen. Ich freue mich, denn trotz den bislang bescheidenen Sommers weiß ich, dass ich gut damit zurecht kommen werde und solche Bedingungen motivieren mich gleich noch deutlich mehr.
  • Ich will es einfach! Punkt. Die Aussage kann wohl so stehen bleiben. Ich bin trainiert, fokussiert und motiviert, mehr braucht es eigentlich nicht um ein gutes Rennen zu liefern.

So Leute, bevor ich noch zu spät loskomme, die Sachen sind gepackt, ich mach mich jetzt auf. Vielleicht melde ich mich nochmals aus Wiesbaden. Das Rennen kaunn auf jeden Fall live unter ironman.com verfolgt werden. Ich hoffe Ihr seid mental bei mir :)

LET’S RACE !

Noch sechs Tage

Gepostet am 11. August 2009

Sonntag ist es endlich soweit – der Countdown läuft. Obwohl ich nach zwei Versuchen in 2007 eigentlich meine Karriere auf der Mitteldistanz für beendet erklärte, im Frühjahr dieses Jahres überkam es mich dann doch und mit dem vagen Ziel Clearwater siegte dann doch der Reiz auf eine Rückkehr nach Wiesbaden und somit die halbe Ironman-Distanz. Ironman 70.3 Germany 2009. Und ich bin am Start.

Nach knapp drei Monaten mit zahlreichen Rennen über durchwegs deutlich kürzere Strecken, gilt es nun am Sonntag den zuletzt konstant gezeigten Speed auf die in etwa doppelte Strecke zu übertragen. Sicherlich bin ich nicht gerade schlecht vorbereitet, wie es allerdings am Sonntag konkret laufen wird steht dann doch in den Sternen. Zum ersten Mal in diesem Jahr kann ich meine Leistung nur schwer vorhersagen, aber ich bin nicht unzuversichtlich, dass sich die zuletzt erreichten Ergebnisse auch auf die längere Strecke extrapolieren lassen.
Nach dem guten, aber sicher nicht optimalen Rennen in Wörthsee lag mein Fokus in den Tagen danach fast ausschließlich auf dem Rad, wo ich, wie ich denke, mit zahlreichen Kilo- und Höhenmetern in den Dolomiten und in den heimischen Alpen in puncto Kraftausdauer noch einiges für die Tempohärte auf der anstehenden nicht allzu leichten Strecke machen konnte. Es bleibt dabei nur zu hoffen, dass ich in den letzten drei Wochen die Lauferei und mein zuletzt verbessertes Schwimmen nicht ganz verloren habe.

Mehr zu den realistischen (?) oder eher anvisierten Aussichten noch in den kommenden Tagen; irgendwie habe ich das Gefühl, dass dort so ziemlich alles passieren kann. Genügend Indikationen gibt es definitiv für die unterschiedlichsten denkbaren guten und schlechten Szenarien.

Campo Training Dolomiti

Gepostet am 3. August 2009

Fünf Tage Kurzurlaub in Südtirol, schwuppdiwupp wieder vorbei und wieder im Regen zu Hause. Was war passiert?
Nachdem ich in diesem Jahr seit Ende April außer ein paar einzelnen Tagen noch gar keinen Urlaub genommen hatte, wollte ich mir angesichts der bevorstehenden Hauptaufgabe beim Ironman Germany 70.3 in knapp zwei Wochen in Wiesbaden die Chance nicht entgehen lassen, das notwendig nützliche mit dem erholsam spaßigen zu verbinden. Und was braucht man, bzw. genauer gesagt ich, dazu? Ein Fahrrad, viel Sonne, hohe Berge, traumhafte Strecken, gutes Essen und am allerbesten noch die Freundin dabei. Tja, und so kam es, dass sich Racing-Babsi und ich kurzerhand aufmachten ins Grödner Tal nach Wolkenstein, natürlich mit den Rennrädern im Gepäck. Mir bislang nur vom Dolomiti Super Ski bekannt, wollte ich diesmal die Variante “Dolomiti Super Bike” kennen lernen.
Und um es gleich mal vorweg zu nehmen, auch wenn der Verkehr vielleicht etwas ruhiger hätte sein können (seltsam, in der Hauptsaison) es war gigantisch gut. Und wer sich jetzt noch wundert, dass ich mit der Freundin zum Radtraining in die ach so flachen Dolomiten fahren, jaja liebe Machos, Babsi schlug sich auf allen Passstrecken hervorragend. Ich fuhr voraus, oben angekommen ging es dann gleich wieder hinab und sie meisterte die Berge in ihrem Tempo in der Regel mit einem Zeitaufschlag von circa 35 Prozent. So kann und konnte am Ende jeder sein Tempo fahren, ich halt dann mit ein paar Kilometern und ein paarhundert Höhenmetern mehr. Bergankünfte und Abfahrten wurden dann gemeinsam zelebriert.

Tag1:
Früh klingelte der Wecker, wir schafften schon zeitig um 8.20 Uhr die Abfahrt in Taufkirchen und somit waren wir bereits kurz nach 11 Uhr in unserer einfachen aber absolut ausreichenden Unterkunft Garni Dlaces im knapp 1600 Meter hoch gelegenen Wolkenstein angekommen. Bei herrlichem Sonnenschein wurde schnell das Zimmer bezogen, die Radklamotten angelegt, die Rennräder zusammengebaut und die Reifen aufgepumpt. Kurz nach 12 Uhr ging es dann auch schon gleich voll los.
Zum Einrollen sollte es nur eine leichte, oder besser mittelschwere, Tour werden und so ging es zuerst die leider sehr stark befahrene Grödener Talstrasse 300 Höhenmeter hinab nach St. Ulrich, über den mit 16-Prozent-Rampen nicht allzu langen aber überraschenderweise ganz schön steilen Panidersattel nach Kastelruth und dann von dort den konstant harten 10-Prozent-Anstieg hinauf zur Seiseralm, wo sich nach schier endlosen Kehren durch den dichten Bergwald ein herrliches Panorama mit endlos sattgrünen Almwiesen am Fuße des Langkofels eröffnete. Wahrlich eine schöne Tour, doch verdammt noch mal, welcher Kasper hatte diese Tour als leicht deklariert?


Radroute 267153 – powered by Bikemap 

Unspektakulär, aber effizient ging es dann den genau identischen Weg wieder zurück, am Ende kamen so für mich etwas über 2.100 Höhenmeter zusammen. Einrollen halt ;)

Tag2:
Etwas raus aus den Bergen und ein kurzer Ausflug in Flachland südlich von Bozen stand auf dem Plan. Doch ganz ohne Passstraße wäre das Leben doch etwas zu langweilig und so ging es gleich zu Beginn der Etappe mit eher mäßiger Steigung knapp 1.000 Höhenmeter von St. Pauls hinauf zum Mendelpass. Schon während der Auffahrt hatten wir mächtig Spaß, schließlich beeindruckte die Strecke durch gute Fahrbarkeit, gigantische Aussichten auf das ab Bozen weiter werdende Etschtal entlang der Südtiroler Weinstraße und den Kalterer See. Nach flotter Abfahrt durch die Weinberge Südtirols ging es zur Belohnung noch auf eine Runde um den erstaunlich winzigen Kalterer See, wo wir uns vor der Rückfahrt sogar noch eine Tasse Cappuccino direkt am Wasser gönnten.


Radroute 267155 – powered by Bikemap 

Mit sehr sehr guten Beinen konnte ich konstant mit über 15 Sachen bis oben hin durchziehen und dabei sicherlich mehr als 20 Radfahrer überholen. Selten hatte ich so viel Spaß an einer langen Passstraße, die mir mit ihrer konstanten Steigung von circa sieben Prozent sehr entgegen kam.

Tag3:
Eigentlich als Ruhetag gedacht, ging dieser Tag letztendlich von allen Touren doch am meisten in die Beine. Eine “gemütliche” Bergtour zum gut 3150 Meter hohen Piz Boe stand auf dem Plan, ehe es dann den voll gepackten Geröllweg über die Pordojscharte wieder zurück zum Ausgangspunkt (2050 Meter) an der Sella-Joch-Passstraße ging. Insgesamt sechs Stunden on Tour, bei circa 1400 Metern Auf- und Abstieg auf schwierigem Geläuf und das in dieser, für Flachländer wie wir, enormen Höhe. Mann, das ging in die Beine.

Tag4:
Das Wetter machte wieder mal einen sehr guten Eindruck, doch als schon beim Weg in den Frühstücksraum fast die Oberschenkel platzten, entschieden wir uns doch für eine gemäßigte Schönwettervariante. So ging es mit dem Auto zunächst nach Badia/Abtei, um von dort über La Villa/Stern den Valparola-Pass unter die Räder zu nehmen. 10 Kilometer sonniger Anstieg mit anschließender kurzer Abfahrt zur Falzarego-Passstraße markierten die Halbzeit. Angesichts der heranziehenden dunklen Wolken entschieden wir uns dann doch für die direkte Rückfahrt und wollten uns die Fahrt Richtung Cortina d’Ampezzo und die schönen Tofana auf unseren nächsten Besuch in dieser Gegend vertagen.


Radroute 267156 – powered by Bikemap 

Landschaftlich noch schöner als der Mendelpass und normalerweise ebenso gut zu fahren, doch mit den vom Vortag schmerzenden Beinen ging es an diesem Tag irgendwie nicht so recht vorwärts.

Tag5:
Zwar machten nun die Beine wieder mit, doch für den Montag war das Bergwetter nicht gerade als verlockend vorhergesagt.
Egal, wenn schon, denn schon. Radsport ist nun mal nichts für Weicheier und wenn schon die Dolomiten vor dem Balkon liegen, dann muss auch die Sella Runde gefahren werden.  So ging es also gleich nach dem Packen, Autobeladen und Frühstück von Plan de Gralba hoch hinauf zum Sella Joch und gegen den Uhrzeigersinn mit immer wieder kleineren Regenschauern über die Stationen Canazei, Pordoj, Arabba, Campolongo, Corvara zum finalen Schlussanstieg über das Grödner Joch wo uns dann endgültig der Platzregen erwischte und es mit 8 Grad an der Passhöhe alles andere als gemütlich zuging.


Radroute 267158 – powered by Bikemap 

Egal, zwei Indianer kennen keinen Schmerz und so wurde unverzüglich, aber mit großer Vorsicht die Wasserrutsche Richtung Ausgangspunkt genommen, so dass wir am Ende zwar recht unterkühlt erfrischt, aber doch glücklich und wohlbehalten nach gut 3,5 Stunden reiner Fahrtzeit wieder am Auto ankamen, von wo wir dann die Heimreise Richtung Taufkirchen antreten konnten.

Kurzes Schlussfazit:
Wunderschön war’s! Und auch, wenn wir beide in zwei unterschiedlichen Leistungsklassen fahren, in mittlerweile drei Trainingslagern mit den Königsbrunnern habe ich gelernt, dass es mit entsprechender Einstellung sehr gut klappen und trotzdem hocheffektiv sein kann, wenn man nur möchte. Zurück- und wieder hochfahren heißt das Zauberwort, das die meisten irgendwie nicht zu kennen scheinen.

Zahlreiche Bilder und weitere Eindrücke folgen in den kommenden Tagen. Der Trip war einfach zu schön um ihn nur hier mal kurz in der Hektik des letzten Urlaubstages hinzukritzeln. Stay tuned!

Wo bleibt der Bummms?

Gepostet am 27. Juli 2009

Es ist schon wieder Ende Juli, seit Sonntag Mittag ist meine Kern-Saison 2009 quasi gelaufen. Meine letzter Kurzdistanz-Triathlon dieses Jahres ging gestern bei herrlichem Wetter am Wörthsee über die Bühne und wieder mal war ich ganz gut, aber am Ende doch nicht ganz optimal dabei. Die persönliche Rekordzeit über die Kurzstrecke von 2:10:07 Std reichte am Ende für einen eher mittelprächtigen Platz 32 (von 332 Männern) und Platz 7 in der Altersklassenwertung M35. Nachdem ich aufgrund der gut besetzen Startliste schon Schlimmeres befürchtet hatte, bin ich mit der Platzierung dann doch noch soweit zufrieden. Es reichte letztlich für das “Standardziel” Top10-Prozent im Männerfeld, wo ich mich nun in dieser Saison endgültig festsetzen konnte.

Sieht man mal vom Umzug des Kollegen Sven ab, wo ich mich als Revanche für seine Unterstützung im April hilfsbereit am Samstag Vormittag beteiligte, ging ich nach dem kurzen, aber doch sehr anstrengenden Firmenlauf, mit zwei trainingsfreien Tagen und einem ausgiebigen Samstag-Nachmittag-Schlaf (dort fühlte ich mich noch richtig im Eimer) letztendlich dann doch noch einigermaßen ausgeruht an den Start. Mit zahlreichen Teamkollegen meiner beiden Vereine (in München und Königsbrunn) war es natürlich Ehrensache bei dem auch heuer wieder gut besetztem Rennen möglichst gut abzuschließen. Und natürlich ging es nicht zuletzt auch in der Teamwertung noch um einen guten Platz in der Landesligawertung und so machte ich mich bereits zur unchristlichen Zeit um 6.30 Uhr auf an den wunderschönen Wörthsee um dort noch rechtzeitig und in aller Ruhe einzuchecken, den Wechselbereich aufzubauen und zahlreiche bekannte Gesichter zu begrüßen. Schnell noch die Eltern begrüßt, in den Neo gequetscht, eine Banane verdrückt dann sollte es schon los gehen.

Das Schwimmen ging in mehreren Gruppen über die Bühne, die Ligastarter, Staffeln und flotteren Herren durften dabei 15 Minuten nach den Frauen in der ersten Männergruppe kurz nach 8.45 Uhr ran. Nach dem Überraschungserfolg in Königsbrunn (23:30 Min) wollte ich auch dort meine Schwimmleistung bestätigen und mit der gleichen Taktik (400 Meter voll ranschwimmen, dann Beine bzw. Gruppe suchen und festbeißen) ins Rennen gehen. Nach dem anfänglichen Startgeprügel schien zunächst alles nach Plan zu laufen. Kurz vor der ersten Boje nach circa 500 Metern erblickte ich direkt links neben mir mit Markus Rinderer einen Vereinskollegen mit dem ich beim Schwimmtraining die Bahn teile und der in der Regel einen Tick schneller als ich schwimmt. Hänge ich aber in seinem Wasserschatten, sollte er mir aber nicht entkommen, so zumindest meine Erfahrung. Ich versuche also an seinen Füßen dranzubleiben, doch leider gelingt mir das nur für etwa 200 Meter. Nach einer Riesenblödheit kurzen Unaufmerksamkeit bei der ich unkonzentriert in mein Standardschwimmtrotttempo zurückfalle entkommt mir dann die Gruppe rund um Markus und es tut sich rasch ein etwa 10 Meter großes Loch nach vorne auf. Ich gebe wieder etwas mehr Gas und versuche nochmals an die rose Badekappen ranzukommen, kann aber, ganz auf mich alleine gestellt, den Abstand nicht mehr entscheidend verkürzen und so paddle ich dann irgendwann fast die gesamte zweite Schwimmhälfte weitgehend alleine Richtung Land und sehe die Lücke vor mir immer größer werden. Er etwa 150 Meter vor dem Schwimmaussieg formiert sich hinter mir noch eine Gruppe, die sich erst an mich ranhängt und dann auch noch teilweise an mir vorbeischwimmt, wieder mal habe ich hinten raus mein Schwimmtempo nicht halten können.
Nach selbst gestoppten 25:30 Min komme ich aus dem Wasser (Zeitnahme erst beim Ausgang aus dem Strandbad) und so verliere ich am Ende fast genau eine Minute auf Markus und weitere direkte Konkurrenz, alleine aus Blödheit bzw. Unkonzentriertheit. Auch im Vergleich zu den in Königsbrunn gestarteten schnelleren Schwimmer, sieht man, dass ich dort eine Minute haben liegen lassen. Ärgerlich, aber wozu gibt es noch zwei weitere Disziplinen.

Der Weg vom Wasser zum Rad zieht sich doch sehr bei diesem Wettkampf. Gut für mich, ich kann schon so die ersten fünf Mann im Laufschritt einsammeln und trotz der zurückgelegten Strecke, schon nach gut dreieinhalb Minuten sitze ich auf dem Rad. Die neue Radstrecke, diesmal komplett für den Verkehr gesperrt, geht über zwei Runden und hat es erst auf den zweiten Blick durchaus in sich. Fünf Wendepunkte, leichter Wind aus West und ein permanent welliges Terrain, eigentlich liegt mir das ganz gut, denn flache Rollerpassagen machen nur einen geringen Teil der Strecke aus.
Auf den ersten Kilometern kann ich wie gewohnt ordentlich überholen, selbst der Dreisportler ist schon bei Kilometer 6 fällig. Ich versuche von Anfang an voll zu fahren, insbesondere in den Bergaufpassagen wird sich nicht geschont, doch irgendwie habe ich an diesem Tag das Gefühl, dass (wieder mal) das Quäntchen des letzten Drucks fehlt. Der Puls bleibt, ohne ihn gemessen zu haben, im relativ niedrigen Bereich, aber die schweren Beine lassen irgendwie nicht mehr an Dampf zu. Mehrfach versuche ich mich an immer wieder an mir klebenden Konkurrenten mit flotten Antritten bergauf zu lösen, komme dann auch stets ein paar Meter weg, doch meist haben diese schon nach einem Kilometer wieder aufgeschlossen.  Schade, denn ich kann zwar mittlerweile sehr gut konstant schnell fahren, der letzte Bumms um mit gezielten Attacken die Konkurrenz abzuschütteln fehlt jetzt aber.
Allem Gemecker zum Trotz, am Ende steige ich mit einer ordentlichen Netto-Radzeit von 1:01:10 Std (Platz 31 für den 39,5-Kilometer-Radsplit) auf Rang 40 liegend vom Rad. Nicht schlecht gefahren, aber rein vom Gefühl her, und auch im Vergleich zur bekannten Konkurrenz, hätte auch ein bisschen mehr gehen können, wenn ich die Tempoverschärfungen noch einen Tick länger zu Ende fahren hätte können.

Nach einem wiederum gelungenen Wechsel, diesmal nahm ich mir sogar die Zeit Socken für meine bereits lädierten Füße anzuziehen, machte ich mich nach 1:30:44 Std auf zum abschließenden Lauf. Mit einer 39er Zeit, die eigentlich drin sein sollte, könnte ich nun die Schallmauer von 2:10 Std brechen, doch schon auf den ersten zwei Kilometern der Strecke fiel mir wieder ein warum ich diesen Kurs schon im Vorjahr nicht gemocht habe. Erst 2,5 Kilometer bergauf bei den man das Gefühl hat, dass es nicht so recht vorwärts geht und dann auch noch der miserable Untergrund, der mit den großen Steinen und aufgrund der zahlreichen Löcher sich insbesondere mit den Leichtlaufschuhen überhaupt nicht gut anfühlt. Letztlich konnte ich in der Schlussdisizplin dann doch noch acht Plätze gut machen, dabei konnte ich endlich mal auf den letzten zwei Kilometer so richtig beißen und noch drei vor mir auftauchende Konkurrenten (darunter mit Ronnie Fratz ein Vereinskollege aus Königsbrunn) im Bergabstück Richtung Ziel einsammeln. Mit einer am Ende guten 21-sten Laufzeit von 39:23 Min verfehlte ich die Marke von 2:10 Std letztendlich um schlappe 8 Sekunden, war aber damit insgesamt im Vorjahresvergleich um über vier Minuten besser, während zahlreiche der bereits 2008 gestarteten knapp hinter den Vorjahreszeiten blieben und damit ausnahmsweise nicht wieder der Großteil nach oben explodierte.

Hier noch mein Service für alle, die an etwas mehr als den reinen Ergebnislisten interessiert sind, wie für Königsbrunn auch, habe ich gestern noch ein knappes Stündchen investiert zur Erstellung der Analyse Wörthsee 2009. Zwischenzeiten und Teilplatzierungen sind dort, wie ich meine, gut herausgestellt und lassen sich so gut zur persönlichen Wettkampfinterpretation heranziehen. Etwas mehr als elf Minuten fehlten mir diesmal auf den Sieger Andrej Heilig, mehr als bei den letzten Rennen über die Kurzdistanz, dafür waren es auf Profistarter Daniel Müller nicht einmal acht Minuten (nach guten neun Minuten auf der längeren Strecke in Königsbrunn), zudem konnte ich ihn virtuell beim Laufen schlagen. Am Ende bleibt mal wieder nur eine Erkenntnis: Alles bleibt relativ. Und Wörthsee war dann doch relativ gut :)

P.S. Eine Kollektion (schrecklicher) Radbilder, gibt es beim Bilderdienst zu bestaunen, die privaten Bilder meiner fleißig fotografierenden Eltern (allerbesten Dank mal wieder für die Unterstützung!) habe ich ins entsprechende Picasa Album gepackt.

Starke Bilder

Gepostet am 25. Juli 2009

Ganz klar, auf die noch bis morgen rollende Tour de France kann man, wie sollte es auch plötzlich anders sein, auch in diesem Jahr nur mit gemischten Gefühlen gegenüberstehen, eine große Show ist und bleibt das härteste Rennen der Welt nichtsdestotrotz allemal. Fragezeichen und Bauchgrummeln hin und her, Strecke, Berge, Schmerzen und Wetterkapriolen sind am Ende dann doch für alle die gleichen geblieben.
El pilot
Creative Commons License photo credit: jqmj
Ohne jetzt weiter abzuschweifen, eigentlich wollte ich an dieser Stelle nur auf diesen Link hinweisen:
–>  Big Picture Story “2009 Tour de France” <–
Boston.com hat dort auf seinen Seiten vierzig wie immer faszinierende Bilder zusammen gestellt, die auch ohne Begleittext so ziemlich alles zeigen was den Radsport ausmacht. In punkto Härte und Leidenschaft setzt der Radsport (meiner bescheidenen Meinung nach) noch immer den Maßstab, ganz egal, was da genau in den Adern der Athleten, bzw. in jeder Hinsicht Wahnsinnigen, fließt.

Ach ja, am Ende macht’s natürlich A.C. Wer sonst?

Nachtrag:
Gerade noch gefunden, noch mehr starke Bilder gibt’s hier bei Steephill.tv.

Verbremste Wasserschlacht

Gepostet am 24. Juli 2009

Leistungsprotokoll vom Münchner B2Run Firmenlauf 2009 von gestern Abend: 25:22 Min und damit genau 101 Sekunden langsamer als im Vorjahr. Rein von den Zahlen her eigentlich ein Grund in Tränen auszubrechen, aber um es vorweg zu nehmen, ganz so schlimm war es dann doch nicht. :D

Am Mittag hatte ich mich noch auf einen schon warmen Abend gefreut mit (für mich) eigentlich idealen Laufbedingungen. Doch leider kam es wie vorhergesagt, etwa eine Stunde vor dem geplanten Startschuss um 19:30 Uhr knallte und schüttete es, ein heftiges Gewitter mit Starkregen und spektakulärem Blitzschlag in unmittelbarer Nahe ergoß sich über der City. Mit U-Bahn und Fahrrad schaffte ich es, nachdem ich mich trotz eigentlich privilegiertem Startplatz im Bereich der Durchstarter dann aufgrund mangelhafter Organisation doch wieder vogelwild in der Startaufstellung nach vorne kämpfen musste, schon gut durchnässt an der Startlinie zu stehen um dann festzustellen, dass der Start mal eben so um 15 Minuten verschoben werden sollte.

Klatschnass und leicht fröstelnd stand ich also da und wartete mit letztendlich über 23.300 weiteren Läufern (30.000 waren angesagt, der Rest machte es wohl wie meine schlappen Kollegas, die mal eben die Firma für ihren Nichtantritt zahlen ließen und einen begehrten Startplatz blockierten), dass endlich die Post abgeht. Als dann mit ordentlicher Verspätung endlich der Start freigegeben wurde, ging es, wie sollte es auch anders sein, wie immer mit Vollgas los, doch mit den zahlreichen teils knöcheltiefen Pfützen und dem an vielen Stellen doch recht rutschigen Asphalt, auf dem es auch einige Stürze gab, war es gar nicht so leicht voll ins Rollen zu kommen. Bis zum geschätzten Kilometer 2,5 (war diesmal ohne GPS-Ablenkung unterwegs) konnte ich noch gut überholen, die nächsten 2-3 Kilometer gingen dann gut im Achter-Pulk dahin, doch dann erwischte mich der sonst nur beim Marathon gefürchtete “Mann mit dem Hammer”. Ich weiß nicht wie viel Zeit ich auf den letzten zwei Kilometern noch einbüßte, aber gefühlt ging dort nicht mehr viel und so musste ich mich dann noch von 10 bis 12 Jungs überholen lassen, ehe ich  schließlich nach diesmal exakt gestoppten 25:22 Min im Ziel war. Meine eigentliche Zielzeit war natürlich flöten, aber immerhin, der Rasen der Olympiastadions war noch fast leer und vor mir waren nur schnell aussehende Leute zu sehen.
b2run
Um jetzt noch für Auflösung zu sorgen, durch eine etwas modifizierte Streckenführung war die gestrige Strecke doch spürbar länger als im Vorjahr. Ich bin diesmal leider ohne GPS gestartet, doch aus gut informierten Läuferkreisen wurden die getrackten Streckenlängen mit 6,79 bis 6,9 Kilometer angegeben. Beim Blick auf’s Endergebnis sieht man eindeutig, dass auch auch die flottere Konkurrenz – und ich gucke nur nach vorne – im Vergleich zu 2008 zwischen 1:40 und 2 Minuten eingebüßt hat, die deutlich schlechteren Bedingungen haben sicherlich auch einen Teil dazu beigetragen.
Setze ich also die Strecke mal mit dem Mittelwert von 6,85 km an, steht am Ende ein Durchschnittstempo von 3:42 Min/km, was somit nur einer marginalen Verbesserung zum Vorjahr (3:44 Min/km bei 6,35 km) entspricht. Klar, mit vernünftiger Vorbereitung (vernünftige Ernährung, rechtzeitig ankommen, nicht schon vor dem Start unterkühlen, warm laufen, Ruhe vor dem Start), einem ordentlichen Endspurt (im Hinblick auf die Regeneration für Sonntag weggelassen) und etwas besseren Bedingungen hätte die Sache auch besser laufen können, doch wieder einmal zeigt sich, dass ich mit dieser Strecke nicht so recht warm werde. Wenn ich schon im Triathlon-Wettkampf eine 38:30 auf 10 km laufen kann (Tempo 3:51 Min/km), dann sollte doch für einen reinen Lauf über eine noch dazu deutlich kürzere Strecke auch ein deutlich flotteres Tempo drin sein. Tja, und da liegt die Krux, denn was man nicht oder besser nur unzureichend trainiert, das klappt dann vielleicht doch nicht ganz so selbstverständlich und genau da liegt dann wohl mein Defizit. Lektion gelernt – Bahntraining 2010, ich komme!

b2run_urkundeAch ja, wo bin ich denn nun am Ende eigentlich gelandet? Das schöne hier, jeder darf für sich in den jeweiligen Ergebnissen den passenden Platz für mich aussuchen:
- 101. Platz Gesamtwertung (Verdammt, Top100 verpasst)
- 99. Platz bei den Herren (Oh Shit, zwei Ladies schneller, was mache ich falsch?)
- 8. Platz mit dem Herren-Team (No Comment, für Siemens-Ansprüche eindeutig zu wenig)
- 3. Platz bei den Mixed Teams (Mist, Sieg verpasst, nachdem die Top-Frau die Fronten gewechselt hat)

Auch wenn ich wie fast immer auch diesmal wieder wieder rummeckere, in der Gesamtbetrachtung kann ich zumindest mit der Platzierung sehr zufrieden sein. Leider knapp die Gesamt-Top100 verpasst, aber bei rund 23.000 Teilnehmern (davon ca 16.000 Männer) schon okay. Im Vergleich zur bekannten Konkurrenz kann man auch mit den Abständen zu den üblichen Laufassen (Green, Middelhoff, Pyka, etc) und Triathlon-Verdächtigen (Sahm, Nieper, Reiner und meine SCW-Vereinskollegen) ganz gut leben, die sicher genauso mit den Bedingungen zu kämpfen hatten und somit die Zeitdifferenzen zu den Kerlen allesamt im vertretbaren und erklärbaren Rahmen blieben.

Bildergalerien und Bericht wird es wohl bald jede Menge geben, hier schon mal die ersten verlinkt:
- Radio Gong
- tz

Und noch ein Schlusswort, das ich diesmal wirklich kurz mache und nicht auf die Details eingehe: Gemessen am Startgeld zeichnete sich diese Veranstaltung mal wieder durch eine absolute Kack-Organisation aus. Für das Wetter können die ja nix, aber so macht das Ganze (schon zum wiederholten Male) wirklich keinen Spaß mehr und traurigerweise wiederholen sich jeden Jahr die gleichen Fehler. Wer das Startgeld mit 30.000 malnimmt, die Standgebühren kennt, dazu noch die zahlreichen Sponsoren dazurechnet und sich anschaut was mit diesen Summen gemacht wird, der kann nur ins Weinen kommen.

Vollgas für Siemens

Gepostet am 23. Juli 2009

Heute Abend ist es wieder soweit -endlich wieder Firmenlauf. Mittlerweile fast schon traditionell findet am vorletzten Donnerstag des Juli der Münchener Firmenlauf im Olympiapark statt. Mit einer Rekordzahl von 30.000 geht es auch dieses Jahr wieder auf die von meinem GPS korrekt vermessenen 6,35 Kilometer. Für mich heißt das somit 23 Minuten Vollgas mit dem ganz klaren Ziel meine Endzeit vom Vorjahr deutlich zu unterbieten.


Laufroute 56115 – powered by Runmap 

Zwar bin ich aufgrund des Trainings der letzten Tage und Wochen nicht besonders ausgeruht, aber die Laufform in den letzten Wochen war, insbesondere was die Temposachen angeht, durchaus ansprechend und so hoffe ich heute Abend auf gute Bedingungen (KEIN angesagtes Unwetter, sondern trocken, warm und windfrei) und ein schnelles Rennen ohne große Behinderungen. Erfreulicherweise wurde in diesem Jahr erstmals ein separater Startbereich für angeblich 500 “Durchstarter” geschaffen, in den ich aufgrund meiner Vorleistung erfreulicherweise aufgenommen wurde, so dass ich diesmal im Gegensatz zum Vorjahr hoffentlich ohne Walker in den ersten Reihen von Anfang angreifen kann. Die Müdigkeit darf sich dann gerne wieder danach in den Beinen ausbreiten, bis zum nächsten Start am Sonntag steht außer einem Umzug am Samstag nichts mehr auf dem Belastungsprogramm.