Mehr Qualität als Quantität

Gepostet am 12. Mai 2008

Ein ruhigerer Freitag und ein langes Wochenende mit vier perfekten Sonnentagen, besser konnte es für meine Pfingsttrainingsrunde nicht kommen. Bis zum Saisonstartschuss am 31. Mai bleiben nur noch knapp drei Wochen, die Motivation ist dementsprechend Nahe dem Maximum und meine Beine haben das letztwöchige Radtrainingslager, wie ich denke, ganz gut verdaut. Nach den Ausdauergrundlagen im Winter und des Frühjahrs liegt mein Trainingsschwerpunkt für den Mai im Wesentlichen auf den Themen Kraft und Tempo.
Vier Lauf- und vier Radeinheiten füllen nun seit zwei Stunden mein Trainingstagebuch für die letzten Tage. Stets ging es mit dem Zeitfahrrad hinaus Richtung Süden, statt längerer Ausfahrten und Höhenmeter sammeln versuchte ich entweder mit Tempo zahlreiche harte Intervalle (8 bis 15 Minuten) zu fahren, Zielmarke stets über 40 Sachen, oder an leichten und mittleren Anstiegen durchgehend auf dem großen Blatt mit Maximalgewalt hochzudrücken. Dazwischen wurde in eher entspanntem Tempo (>30 km/h) in komfortabler Aeroposition etwas “ausgeruht”. Auch bei den Laufeinheiten versuchte ich in meine eher flotten Läufe (stets unter 4:50 km/min) zum einen mit 500-Meter-Intervallen (Tempo ca. 3:35 km/min) oder knackigen Zwei-Kilometer-Endspurten etwas mehr Intensität zu bringen.
Und nun? Mein Befinden am heutigen Montag Abend verrät: definitiv erfolgreich abgeschossen. Selten habe ich mich nach vier Trainingstagen so erledigt gefühlt, aber vielleicht hilft genau diese Quälerei meine Überwindungsschwelle, mit der ich so manches Mal “Probleme” hatte, einen spürbaren Sprung nach oben zu machen. Manchmal muss es eben auch etwas weh tun und nicht nur schlapp machen.

Erfreulicher Nebeneffekt der letzten Tage: Sonnenschein pur und mittägliche Trainingsstunden bei teilweise fiesem Ostwind sorgen so schon Mitte Mai für eine gesunde Gesichtsfarbe, schön braune Radlerwaden und einen lustigen Streifenhörnchenlook an Armen und Beinen. Mal ganz ehrlich, aber genau darum machen wir doch den ganzen Schmarrn (auch) :)



6 Reaktionen zu “Mehr Qualität als Quantität”

  1. Reiner meinte:

    Stimmt, die schöne Bräune ist ein wichtiger Grund, warum ich den Sport mache. Und gegen den lustigen Streifenhörnchenlook hilft bei mir ein bisschen zumindest, sich nach einer Radeinheit mit einem Kaffee und Stück Kuchen auf den Balkon in die Sonne zu setzen

  2. Chris meinte:

    Nackt?

  3. Reiner meinte:

    Nein, nicht nackt, was sollen denn die Nachbarn denken ;-) Aber mit nacktem Oberkörper und z.B. Badehose….

  4. E-Heldin meinte:

    Also ich für meinen Teil finde ja die Streifen auf den Beinen grauenvoll! Am Wochenende hab ich nach zwei Stunden Ausfahrt erstmal vier Stunden im Freibad gelegen, um genau das zu vermeiden ;)

  5. Chris meinte:

    Dann besser gleich im Bikini(-höschen) fahren ;)

  6. Genug trainiert | Blog[CHA] v2 meinte:

    [...] Zeit (Trainingsmittel ~ 8 Std/Woche) herausgeholt zu haben und bin mir ziemlich sicher mit der Intensivierung des Trainings in den letzten Wochen im Anschluss an das Trainingslager nochmals einen deutlichen Sprung gemacht [...]



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