Piept, piept nicht, piept
Gepostet am 18. Februar 2008
PIEEEP, PIEEEP, PIEEEP, PIEEEP.
Dies sind und waren leider die letzten Geräusche, die mein PC seit Donnerstag noch von sich geben durfte. Probleme mit dem für meine zahlreichen Geräte zu schwachen Netzteil, das bei einem FSC-Computer mit speziellem Gehäuse nicht einfach gegen ein Standardnetzteil ausgetauscht werden kann, gab es ja schon länger, seit einigen Tag spring die Kist zwar wenigstens gleich auf Knopfdruck an (und bleibt auch an), der Bildschirm bleibt allerdings schwarz und es ist neben dem surrenden Lüftergerausch und den hochfahrenden Festplatten nur ein lautes Piepen zu hören. Das Mainboard meldet also einen schweren Fehler und weigert sich mit dem Startvorgang des Rechners zu beginnen. Drecksteil.
Natürlich habe ich seitdem nichts unversucht gelassen das Ding wieder zum Laufen zu bringen. Strom weg, alles um- und einzeln ausgesteckt. Sepicher raus, Platten raus, Grafikkarte raus. Das Ergebnis blieb das gleiche. Ich vermute, dass mit den permaneten Spannungsproblemen irgendwas auf dem Mainboard hopps gegangen ist, hier für den alten Pentium4-Rechner noch größere Reparturaktionen zu starten dürfte sich gegen die Alternative “Einzelteile auf Ebay verticken” nicht mehr rechnen. Bye bye my Fried, ein letztes Mal:
PIEEEP, PIEEEP, PIEEEP, PIEEEP.
Ganz ohne Pieps kommt dafür mein mittlerweile olles Klapphandy aus, das sich nicht ganz so ruckartig, dafür eher in schleichender Form von seinem funktionellem Dasein verabschieden will. Display weg, Anrufe nicht da, Abbruch beim Klingeln, Akku sofort leer, Uhrzeit geht verloren oder es schalt sich einfach mal so aus. Bei meinem “achsotollen” Klopper-PDA wäre das ja fast noch als normal anzusehen, schließlich läuft das Ding auf Windows Mobile, für mein privates und besonders schlankes tragbares Handtelefongerät möchte ich diese Zickigkeiten eigentlich nicht weiter ertragen müssen.
Ebenfalls keinen Pieps mehr gab mein geliebter GPS-Lauf- und Trainingscomputer am Samstag von sich nachdem ich ihn nach meiner bisher längsten Laufrunde des Jahres zum Zweck des Aufladens und des Datenübertrags an mein Notebook (der PC funzt ja leider derzeit nicht) anschloss. Als ich das Teil nach einer guten Stunde Ladezeit wieder von der Dockingstation entfernen wollte, zeigt dieser eben nicht das gewohnte “Batterie voll geladen” an, sondern machte statt dessen absolut keinen Mucks mehr. Strom aus, Strom an, Resetknopf, Nachlesen auf den Supportseiten, fluchen. Hilft alles nichts, egal wie fest ich drücke, schüttle oder stecke, es tut sich überhaupt nix.
Knapp zwei Stunden später dann doch noch die Erlösung. Ein nochmaliges Durchprobieren aller Resetkombinationen führte dann schließlich doch noch zu einem von mir diesmal sehr freudig aufgenommenen Piepsen. Der Forerunner startet wieder, lässt sich laden und auch wieder an das Notebook anschließen. Allein die aufgezeichneten Daten hat es gehörig durcheinander gewürfelt, so zeigt die Software an, dass ich am Samstag sagenhafte 163 Kilometer gelaufen sei; schön wär’s gewesen. Dass ich lange unterwegs war wußte ich zwar, eine solche zurückgelegte Strecke kann aber irgendwie nicht so ganz hinkommen. Immerhin das Ding läuft erstmal wieder. Mal schauen wie lange noch. Ab jetzt wird gebetet.
Drei meiner wichtigsten Alltagsgeräte haben sich bereits oder sind somit gerade dabei sich zu verabschieden. Zu alt für die Garantie, auch technisch jeweils schon mehr oder weniger stark überholt, jodoch für meine Bedürfnisse sind und waren diese Geräte noch absolut ausreichend. Allein die Tatsache, dass ich bei meiner letzten Vertragsverlängerung meines Mobilfunkvertrages kein neues Gerät besorgt habe, ruft bei den meisten schon Kopfschütteln hervor, aber wozu ein Neugerät, wenn es die Kernfunktionalitäten damit nicht besser gemacht werden können und es das bisherige Teil noch im erforderlichen Umfang tut. Internet, Office, Software-, Musik und Dokumentenverwaltung, mobil telefonieren, SMSen und kontrolliert trainieren, mehr muss es eigentlich gar nicht sein, dennoch bin ich in den kommenden Tagen wohl zu Ersatzinvestitionen etwas größeren Ausmaßes gezwungen. Wenn schon investieren, dann “muss” es dann jedoch zusätzlich ein deutlich verbessertes mobiles Internet, ein Doppelkernprozessor, eine große S-ATA-Festplatte und ein schneller RAM sein, schließlich will ich mir ja nicht jetzt schon veraltete Technologie ins Haus holen. Beim heiß geliebten Forerunner, seit ich den trage macht Training einfach viel mehr Spaß, habe ich noch Hoffnung, dass diese Probleme nicht dauerhaft auftreten und sich festigen,. Rein funktional gibt es für mein Einsatzgebiet sowieso nur sehr wenig besseres auf dem Markt, der neue 405 taugt scheinbar auch nicht gerade für den Quantensprung in punkto Auswertbarkeit und Funktionalität.
Auch, wenn nicht unbezahlbar, ein paar Hundert Euro wird mich der Spaß am Ende wieder kosten. Dabei wollte ich nach meinem Superanschaffungsjahr 2007 (Wohnung, Einrichtung, Bike, Auto, eine ganze Menge Sportausrüstung) in 2008 eigentlich etwas sparsamer leben und ein bisschen mehr als geplant in die Tilgung meines Wohnungskredits stecken. Irgendwie werde ich immer zu Geld ausgeben gezwungen. Geht Euch das genauso?
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