Vollgas
Gepostet am 25. Juni 2007
Während der gute Reiner gestern immerhin gute 11 Stunden unterwegs war (Maximum-Respekt), hatte ich eigentlich vor es beim zeitgleich stattfindenden Augsburger Landkreislauf zwar deutlich flotter, dafür aufgrund der deutlich kürzeren Strecke es doch etwas gemäßigter angehen zu können. Ergebnis: Ich fühle mich heute noch im Eimer. Komisch.
“Acht im Achter”, so lautet seit mehreren Jahren das Motto dieser jährlich stattfindenden Großveranstaltung. 223 Staffeln mit jeweils 8 Läufern (macht gute 1800 Teilnehmer) waren dabei am Sonntag am Start und ich startete für meinen Verein SC Königsbrunn als Startläufer über die längere Strecke von 5,8 Kilometern. Mit meiner Endzeit von 23:15 min (selbst gestoppt) bin ich letzten Endes durchaus zufrieden, auch wenn ich mein Idealziel die Strecke in unter 23 Minuten zu laufen knapp verpasst habe. Bei knapp 100 Höhenmetern auf dem schweren Rundkurs durch die Westlichen Wälder und mit der üblichen Startrangelei (warum stehen die Spaziergänger eigentlich immer ganz vorne?) auf den ersten 500 Metern auch immerhin noch entschuldbar.

Zeit okay, Platzierung okay – ich dürfte so etwa auf Platz 35 an unseren zweiten Mann übergeben haben – erstaunlich ist lediglich mein Kaputtheitsgrand nach diesen eigentlich läppischen 23 Minuten sportlicher Betätigung (plus 10 Minuten flottes Einlaufen). Klar, ich habe schon seit längerem nicht für schnelle Sachen und auch nicht auf so einer kurzen Strecke trainiert, somit zumindest erklärbar. Aus diesem Grund hatte ich auch vor dem Start überhaupt kein Gefühl wie schnell ich auf dieser Distanz eigentlich sein könnte, dass ich mit meiner Einschätzung doch ganz gut lag, würde ich mal auf meine mittlerweile schon längere Erfahrung zu schieben. Vor allem die zwei fiesen Schlussanstiege auf den letzten 1200 Metern und der harte Zielspurt zur Wechselzone gingen ordentlich in die Beine, doch dass ich dadurch selbst heute noch schwere Oberschenkel von dem bisschen Rennerei habe verwundert mich durchaus. Zumindest konnte ich somit gestern mit 198 bpm einen neuen Maximalpulsrekord der jüngeren Vergangenheit aufstellen. Beruhigend also, dass meine Pumpe sowas flottes noch mit macht und meine Beine auf dieser Strecke noch etwas Spritzigkeit besitzen. Alles in allem dennoch ein klares Zeichen, dass kurze Vollgasläufe wie dieser nicht unbedingt zu meinen Spezialitäten gehören.
Am Ende konnten wir mit unserer durchaus guten Staffelbesetzung, alle acht liefen ihre Strecken in circa 4 min/km und etwas schneller, in der Gesamtwertung Platz 15 und Platz 5 in der Landkreismeisterschaft (Wertung der wirklich aus dem Landkreis Augsburg stammenden Vereine) erreichen. Bei über 150 Männerstaffeln und durch die Anwesenheit fast aller lokaler Laufgrößen ein, wie ich und meine Teamkollegen fanden, durchaus respektables Ergebnis.
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