Trinken – Laufen – Radeln – Laufen – Futtern

Gepostet am 29. Mai 2007

Saisonauftakt geglückt
Ammer startet gut ins Wettkampfjahr 2007

So oder so ähnlich könnte die Schlagzeile zu meinem samstägigen Auftritt beim MagicMan light (wobei der Anhang “light” hier wahrlich nicht zu wörtlich genommen werden sollte) im schön gelegenen Kelheim lauten und damit ist das Gesamtfazit dieses Sportausflugs an Altmühl und Donau im Prinzip schon gezogen: alles im Lot.

Duathlon Kelheim RadsplitEin Duathlon zum Saisonauftakt erschien mir eine passende Möglichkeit zum Start in Triathlon-Wettkampfjahr und zur Formüberprüfung für kommende Aufgaben, zumal beim MagicMan, heuer als Bayrische Meisterschaft ausgetragen, zusätzlich zur Langdistanz auch wieder die “Light”-Version über 10-50-5 (in Kilometer Lauf, Rad, Lauf) angeboten wurde. Dass das Wetter dabei mit um die 30 Grad derart sommerlich sein sollte, konnte man für Ende Mai sicherlich nicht erwarten, doch für mich gilt noch immer: lieber ein bisschen mehr geschwitzt als bei regnerischen 15 Grad ins Ziel gekämpft.

Nach frühzeitigem Aufstehen konnte ich wie geplant um kurz vor halb acht losdüsen, bepackt mit Kühlbox, Rad und haufenweise Equipment. Eine gute Stunde Anfahrt lag vor mir, Zeit genug ein paar trockene Brezen zu verdrücken und dabei die ersten zwei Liter am Vorabend zusammengemischte Apfelschorle runterzuschütten.
Am Parkplatz in Kelheim angekommen ging problemlos zur Startnummernausgabe, danach mit etwas Wartezeit (die Langdistanzler mussten noch ihren Wechsel durchziehen) zu Check-in, ehe pünktlich um 10.45 Uhr der Startschuss fiel.
Obwohl ich mich auf der ersten 10-Kilometer-Laufstrecke nicht sonderlich gut fühlte (relativ anstrengend für das Tempo), konnte ich dennoch, nach leichter Tempodrosselung ab Kilometer, die anvisierte Zeit von 42 Minuten einhalten.
Ohne große Hektik ging dann der Wechsel auf’s Rad vonstatten, wo ich mich sofort deutlich wohler fühlte. Die Strecke ließ keine lange Einfahrphase zu, sofort ging es die ersten 5 Kilometer gute 2oo Höhenmeter bergauf und ich konnte auf den ersten Metern mit gutem Druck gleich mal zahlreiche bereits auf der Strecke befindliche Lang- und einige schneller als ich gelaufenen Kurzdistanzler am Berg stehen lassen. Nachdem ich die Radstrecke noch nicht kannte war ich gespannt was nach dem Anstieg komme würde und das war wahrlich nicht ohne. Eine etwa 6 Kilometer lange sehr gerade leicht abfallende Abfahrt, die sich mit meinem flotten Wettkampfrad wunderbar und ohne große Anstrengung mit 50 bis 60 Sachen bewältigen ließ. Die letzten 6 Kilometer ging es dann bei leichtem Gegenwind entlang der Altmühl zurück zur Wechselzone nach Kelheim. Dreimal galt es diese Runde für mich zu absolvieren und bis auf einige unerklärliche Wadenprobleme ging es mir und meinem Rad (rollt definitiv sehr gut und im Vergleich mit dem Konkurrenzmaterial sogar extrem gut) dabei so gut, dass ich meines Wissens lediglich von maximal zwei direkten Konkurrenten auf der Strecke überholt wurde. Am Ende stand ein Schnitt von über 33 auf dem Tacho, bei 600 Höhenmetern auf 50 Kilometer sicherlich zufrieden stellend, bevor es auf die letzte Laufrunde ging.
Mein Plan hier nochmals alle Kräfte zu mobilisieren um mal “zu schauen was noch so geht” erhielt schon nach 500 Metern einen deutlichen Dämpfer als beide Waden auf gerader Strecke “dicht machten” und sich in Beton verwandeln wollten. Nach einigem Kampf (und Krampf) überwand ich auch diese Hürde bis Kilometer 2 und lief daraufhin bestmöglich Richtung Ziel, wobei ich immer noch einige Mitläufer überholen konnte auch wenn ich nur noch mit 4:28 min/km unterwegs war.
Gleich nach dem Zieleinlauf, ging es zum eigentlichen Höhepunkt des Tages: die Verpflegungshalle, wo ein circa 10 Meter langes Kuchenbuffet auf uns Finisher wartete. Nach einem alkoholfreiem Weißbier, zwei Becher Cola, zwei Becher Wasser, einem Apfel, einer halben Leberkässemmel und circa sechs (zugegeben kleinen) Stückchen Kuchen verließ ich bereits nach 10 Minuten die heilige Halle (keine Rückkehr mehr erlaubt) um mich dem Zieleinlauf der restlichen Athleten zu widmen, mein Zeug wieder im Auto zu verstauen und zum Duschen ins nahe gelegene Keldorado-Bad zu fahren.
Der sportlich erfolgreiche Ausflug wurde im wahrsten Sinne des Wortes nur durch die wolkenbruchähnlichen Bedingungen bei der Rückfahrt Richtung München getrübt, doch letztlich konnte auch diese Hürde erfolgreich überwunden werden. Ein gelungener Wettkampf mit sensationeller Radstrecke an einem wunderbaren Sommertag. I’ll be back!

Zum Schluss nun noch die offiziellen Ergebnisse: Platz 46 im Gesamteinlauf, Platz 43 bei den Herren und Platz 7 in der Alterklasse AK3M (Männer 30 – 35) in 2:36:28 Stunden.

Zu guter letzt noch zwei schreckliche Bilder vom Ende der Laufstrecke: klick, klick. Das Video des Zieleinlaufs folgt sobald ich es um 270 Grad gedreht bekomme (ohne dass ich wie ein dicker Zwerg dabei aussehe).



8 Reaktionen zu “Trinken – Laufen – Radeln – Laufen – Futtern”

  1. Tanja meinte:

    Wie ein ganz großer siehst du da aus :) Herzlichen Glückwunsch!

  2. Chris meinte:

    Ganz GROSS!
    Danke für die Blumen.

  3. Reiner meinte:

    Gratulation zum erfolgreichen Wettkampf. Jetzt kann der Alpen-Triathlon ja wohl kommen….!

  4. Chris meinte:

    In Ziel werde ich wohl kommen. Jetzt brauch ich nur noch einen sonnigen Tag um die Strecke mal auszutesten.

  5. Duathlon reloaded | Blog[CHA] v2 meinte:

    [...] gewohnter Kurzform mal wieder im Nachgang wichtige weitere Gedanken zum Duathlonstart am Samstag, die im bisherigen Bericht noch keine Erwähnung [...]

  6. Reiner meinte:

    Die Form stimmt doch anscheinend, so kann doch nicht nur das Finishen der Anspruch sein, oder?

  7. Chris meinte:

    Mal schauen, wie stark das Feld besetzt ist. Vordere Hälfte wäre gut, erstes Drittel super.

  8. Gut gestartet | Blog[CHA] v2 meinte:

    [...] Auch wenn die Strecke, wohl mit dem Ziel mehr Hobbyathleten anzulocken, im Gegensatz zum Vorjahr um eine Radrunde (=17 km) und 5000 Meter Laufstrecke verkürzt wurde, ein Blick auf die Startliste [...]