Rocking Maratona
Gepostet am 16. Juli 2011
Der Bericht zur bereits sooo lange vergangenen Transalp ist noch nicht online, da schiebe ich rasch mal das nächste Highlight dazwischen. Am Sonntag stand ich zum ersten Mal am Start des legendären Maratona dles Dolomites. Das aufgrund der sagenhafen der Kulisse der Dolomiten wahrscheinlich beeindruckendste Radrennen der Alpen, ging heuer mit der Rekordzahl von knapp über 9.100 Startern in der 25. Auflage über die Bühne und Babsi und ich waren erstmals dabei. Und um das Fazit gleich vorweg zu nehmen: ein Riesenerlebnis, das sicherlich nach Wiederholung schreit.

Über meine Sportkameraden vom SC Königsbrunn wurde bereits im November vorigen Jahres der Kontakt zum Radteam Aichach hergestellt, die als Sieger der Mannschaftswertung über die letzten Jahre ein großes Kontingent an Startplätzen (im Block B) zur Verfügung haben und die uns nach ein paar Wochen auf der Warteliste erfreulicherweise unter Ihrer Flagge fahren ließen. Wenn schon mal beim Rennen dabei wollten wir beide das Wochenende für einen schönen Trip ins sonnige Südtirol nutzen und so machen wir uns bereits am Donnerstag Abend, also noch vor dem großen Verkehr zum Ferienbeginn, auf nach St. Kassian ins absolut empfehlenswerte Garni Villa Flora (nette Gastgeber, tolles Frühstück, große Zimmer, gute Lage).
Noch am Mittwoch vor dem Rennen, war ich alles andere als zuversichtlich hinsichtlich einer Teilnahme am Maratona. Nach meiner Rückkehr aus Arco begann es am Montag Morgen mit leichtem Halskratzen und entwickelte sich bis Mittwoch Abend zur ausgewachsenen Erkältung mit Husten, Schnupfen, Stimmenverlust und spürbarer Ermattung. Die notwendigen 11-Stunden-Tage im Büro machten das Wohlbefinden logischerweise auch nicht leichter, “richtig krank” zu sein war aber auch kein Option (wer kennt das nicht). Ein Zusammenhang zu den Strapazen der Transalp-Woche würde ich dabei nicht ganz ausschließen, besonders belebend für das Immunsystem war die harte Woche sicherlich nicht, ob es aber wirklich daran gelegen hat bleibt Spekulation. Immerhin ab Donnerstag Morgen fühlte ich, dass es gesundheitlich wieder bergauf gehen würde und ich war zumindest vorsichtig optimistisch, dass ich am Sonntag wieder einigermaßen auf dem Damm sein würde.
| Wunderbares Bergpanorama - (aus Dolomiten 2011) |
Bei gutem (Freitag) und schönstem (Samstag) Dolomiten-Sommer-Wetter nutzten Babsi und ich die beiden Tagen zur Erkundung der Umgebung mit dem Rad und in Wanderstiefeln. “Lockere” 2.700 Höhenmeter verteilt auf gut 76 Kilometer steckten uns am Freitag Nachmittag in den Beinen, nachdem wir quasi zum “einrollen” von St. Kassian aus eine herrliche Runde über die PässeValparola, Giau und Falzarego relativ gemächlich abradelten. Gut zu wissen was am Sonntag auf uns warten sollte und so waren es am Samstag dann “nur” etwa 800 Höhenmeter, die wir im Rahmen einer gemütlichen und super-sonnigen Panoramawanderung zum Piz Sorega absolvierten. Zwar fühlte ich mich mittlerweile schon deutlich fitter, die letzten Reste vom Gehuste und Geschniefe wollten sich aber noch nicht ganz kampflos in Luft auflösen und so endschied ich für mich schon am Samstag Nachmittag bei derStartnummernabholung des Teams in Colfosco, dass ich mich am Sonntag nicht der langen Maratona-Strecke über 138 km/4190 Hm sondern “nur” dermittleren Strecke über sechs Pässe und 106 km/3090Hm stellen würde. DieStreckenwahl kann man ja glücklicherweise im Rennen treffen, doch mit dem schweren Anstieg zum Passo Giau hinten raus macht es nur bedingt Sinn mit nur 90 Prozent im Tank an Start zu gehen, schließlich wollte ich ja voll auf Angriff (und gegen Mannis Vereinsrekord von 5:45 Std fahren) und muss man es je nicht unbedingt übertreiben …
Wie immer bei solchen Veranstaltungen, viel zu früh am Morgen geht es los. Als wir uns gegen dreiviertel sechs auf machten Richtung Startaufstellung mussten wir feststellen, dass die Mehrzahl der 9.100 Teilnehmer schon etwas früher die guten Startplätze belegten. Immerhin, im hinteren Drittel des B-Blocks konnten wir uns aufgrund der Teamzugehörigkeit einreihen und noch eine gute halbe Stunde in der morgendlichen Kühle (ca. 11 Grad) etwas der Maratona-Luft schnuppern. Definitiv eine tolle Atmosphäre!
Pünktlich um 6.30 Uhr fiel irgendwo weit vorne der Startschuss und nach einigen Minuten setzte sich auch unser Tross in Bewegung, so dass es letztlich über fünf Minuten dauerte bis wir gemeinsam über die Startlinie rollen sollten. Ging es bei der Transalp fast immer von den ersten Metern sehr flott zur Sache muss ich mich hier erst mal etwas in Richtung “Normalmaß umgewöhnen”. Bis KM 9,7 also an der Passhöhe des Campolongo kam ich mir vor wie in Zeitlupe. Zwar war die Straße bis Corvara und auch den Pass hinauf nicht gerade schmal, dennoch war es sehr schwierig bei der Menge an Leuten flott voran zu kommen. Wo kommen die ganzen Schleicher her, so meine Gedanken, denn schließlich wähnte ich mich aufgrund der vorderen Startgruppe im Feld der ambitionierten Fahrer mit ordentlich Druck in den Beinen, die rund 800 Frauen, die ebenfalss vorne starten durften, waren auf jeden Fall nicht das Problem. Auf der Suche nach passenden Lücken konnte ich daher immer nur kurz beschleunigen, die meiste Zeit dümpelte ich aber gefühlt im Trainingstempo vor mich hin, erst auf der Mini-Abfahrt (-274 Hm) hinunter nach Arabba ging es erstmals flott zur Sache.
Die nächsten drei Pässe der klassischen Sellaronda sind rasch erzählt. Unten angekommen in Arabba ging es sofort hinein in den Anstieg zum Pordoijoch, der sich wunderschön mit vielen Serpentinen, mit gemäßigter Steigung und in der Morgensonne liegend hinaufwindet auf 2.239 Meter. Ab hier hatte sich das Feld endlich soweit sortiert, dass ich in meinem Tempo hochfahren konnte und mit Staunen feststellen musste wie viele Fahrer es noch zu überholen galt. Wie kommen die nur so weit nach vorne, ärgerte ich mich, denn die Tempounterschiede waren teilweise schon ernorm. Oben am Pordoi angekommen (wo es übrigens eine hammergeile Skiabfahrt durch die Pordoi-Scharte gibt) wurden nur kurz die Ärmlinge hochgezogen dann ging es schon wieder runter in die schattige und daher sehr frische West-Abfahrt Richtung Canazei. Noch vor der Ortschaft wartete aber bei KM 29,3 schon der Anstieg hinauf zum Sellajoch, der mich mit einigen steileren Stellen (12% in der Spitze) durchaus überraschte und daher die ersten spürbaren Körner kostete. Wieder ging es hoch auf über 2.240 Meter und natürlich gleich wieder hinab, diesmal in Richtung Wolkenstein, doch den Ort bekommt man nicht zu sehen, denn natürlich geht es auch hier gleich wieder hinauf, diesmal hinauf zum Grödnerjoch (2.121 m), wo in der Mitte des Anstiegs, quasi zum Beschleunigen noch ein circa 2 Kilometer langes Flachstück zu überwinden war. Zum letzten Mal passierte ich hier eine größere Gruppe, die ich erst im Windschatten hinter mit herzog, dann im Anstieg aber schon nach wenigen Metern stehen lassen konnte. Ab der Passhöhe Grödnerjoch, war das Feld nun weitgehend “entschlackt”, ab jetzt war es endlich ein Rennen zwischen halbwegs gleichstarken Fahrern.
| In zügiger Abfahrt - (aus Dolomiten Marathon 2011) |
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Von einigen Rücküberholern in den zwei vorangegangenen Abfahrten abgesehen (irre, wie manche trotz noch immer relativ dichtem Feld in die Kurven knallen), hatte ich bislang nur Plätze gut machen können. In der Abfahrt vom Grödnerjoch Richtung Ziel in Corvara wurde ich aber doch von dem ein oder anderen besseren Abfahrer überholt, wobei ich hier, wie auf der ganzen Transalp bewährt, nie das letzte Risiko ging, sondern stets versuchte zügig kontrolliert und sicher unten anzukommen.
Unten in Corvara angekommen hat man nun die Wahl und es gilt sich zu entscheiden. 2:17 Std (netto) zeigte mein Garmin-Radcomuter an und da ich mich abgesehen von einer durch den Fahrtwind begünstigt ständig laufenden Nase zu diesem Zeitpunkt noch sehr gut fühlte war die Entscheidung glasklar. Links halten, über die Zielline rollen und damit mit der klassischen Sellaronda-Strecke (55 km) das noch fatzenleere Ziel-Buffet zu stürmen? Keine Option. Also galt es auf Zug zu bleiben, rechts halten, die Zeitnahme zu überqueren und weil es vorhin so schön war gleich nochmals hinauf zum Passo Campolongo wo, wie ich erst im Ergebnis erfahren habe, eine Bergwertung ausgefahren wurde. Während ich unten am Fuße des Anstiegs, also mitten drin im Ortsbereich von Corvara, noch eine größere Gruppe von wie immer knallbunt gekleideten Italo-Ciclisti um mich, die alle angestachelt von den zahlreichen Zuschauern ein große Show liefern wollten und daher im Wiegetritt die ersten Meter hinaufknallten, sorgte ich erst mal für ordentliche Verpflegung für die zweite Rennhälfte. In relativ hohem Hang behielt meinen Tritt ganz gut und war überrascht also ich mich oben an bei der zweiten Durchfahrung der Passhöhe umdrehte. Ich war zum ersten Mal im Rennen relativ einsam unterwegs. Gut so, denn nach der abermaligen Abfahrt nach Arabba, wo es diesmal links weg durch das Fodom(-Tal), wobei davon etwa 8 Kilometer nahe als flach angesehen werden können. Das Verschnaufen lohnte sich, denn schon nach kurzer Zeit kam von hinten ein flotter 12er-Zug angerauscht, der bis zur Streckenteilung bei Andraz gut harmonierte und ordentlich Druck machte. Es wurde gekreiselt und ich fuhr auch ein paar Meter an der Spitze, aber hinten raus musste ich dann doch richtig beißen um an der Gruppe dranzubleiben. 75 Kilometer und ziemlich genau 3 Stunden Fahrzeit standen jetzt auf dem Tacho und noch fühlte ich mich ganz passabel. Kurz überlegte ich doch die paar Extra-Kilometer für die Maratona-Runde dranzuhängen, doch am Abzweigschild Richtung Cortina d’Ampezzo bog ich vernünftigerweise links ab. Aus meiner Gruppe folgte mir nur ein weiterer Fahrer, der Rest wollte sich am Passo Giau die Kante geben.
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| Quälerei auf den letzten Metern des Valparola (aus Dolomiten 2011) |
Fünf Berge waren nun absolviert als es nun in den “vermeintlichen” Schlussanstieg hinauf über Falzarego und die letzten “paar” Meter des Valparola ging. Gewöhnt an die längeren Strecken durch die Transalp und auch angesichts der Tatsache, dass ich mich a) gut verpflegt hatte und b) diesmal nicht meine letzten Körner schon auf dem Weg zum letzten Berg verschossen hatte, fuhr ich von Beginn an in ordentlichem Tempo in den schön konstanten Anstieg hinein. Vom Freitag kann ich den Pass und hatte daher das Gefühl die Lage gut einschätzen zu können, der Berg sollte mir gut liegen. Zwar schnaufte Renato ordentlich, lange aber konnte mein Mitfahrer nicht an meinem Hinterrad dranbleiben und nachdem nach vorne erst mal keiner zu sehen war galt ab jetzt nur noch Konzentration auf die eigene Leistung und stets hart dranbleiben. Unten strampelten die Beine im bewusst schweren Gang, oben begann ich nun zu rechnen: nie unter 15 km/h fallen, dann würde ich die knapp 800 Höhenmeter verteilt auf 11,8 Kilometer in etwa 45 Minuten schaffen. Als sich im oberen Teil des Passes die Bewaldung lichtete sah ich zum endlich ein paar vor mir liegende Fahrer. Bereits am Tunnel hatte ich ein paar davon überholte und war auf eine Sechs-Mann-und-eine-Frau-Gruppe aufgefahren. In den letzten drei Kehren bis zur Falzarego-Passhöhe hatte ich diese Truppe auch schon hinter mir gelassen, eher es nochmals links ab und kurz weiter hinauf zur Passhöhe des Valparola ging. Im Kopf war ich irgendwie schon oben und angesichts der Tatsache, dass man die Kuppe schon sieht und es ja eigentlich nur 1.000 Meter und 87 Höhenmeter sind, könnte man denken: ach, da schwing ich mich jetzt auch noch schnell drüber. Falsch gedacht. Vor mir keiner, die Fahrer hinter mir deutlich zurück und auf einmal zeigte der Garmin für die breite gut zu fahrenden Strasse mitten durch die wunderschöne Felslandschaft nur noch 9 km/h und dafür 12 Prozent bei den Steigungswerten. Ich musste wirklich das allerletzte aus mir herausholen um (gefühlt) überhaupt noch da oben anzukommen während mich zig Fotografen in meinem Leiden festhielten. Mann, war ich paniert.
Oben angekommen hatte ich meinen Rennen dann leider(!) schon beendet. Nur noch 20 Kilometer ins Ziel rollen, dachte ich mir und so ließ ich es auf der langen Abfahrt durch St. Kassian und bis zum Start in La Villa eher ruhiger angehen. Entsprechend überholten mich im unteren Teil der Abfahrt noch zwei Fahrer, die ich am Anstieg stehen gelassen hatte, aber in der relativ sicheren Gewissheit eine gute Zeit von unter 4:15 Std zu schaffen war mir das dann auch schon egal, was sich, wie sollte es auch anders sein, dann doch noch mal rächen sollte. Gingen am Morgen nach dem Start die 5 Kilometer von La Villa bis nach Corvara (zum Ziel) im Riesenpulk viel zu langsam und locker, musste ich nun noch doch noch lernen wie hart diese letzten Kilometer bei starkem Gegenwind und stetiger Steigung mit Spitzen von 5 bis 8 Prozent zu fahren sind. Als der Tacho in der gefühlten Ebene plötzlich nur noch 15 km/h (breite schöne Straße mit optisch so recht erkennbarer Steigung) anzeigte war ich kurz davor mein Rad in die Büsche zu schmeissen, und das bei gerade mal noch zweieinhalb Kilometer bis zur Zielline. Ich kämpfte zwar mit letzter Kraft und hatte erste Krampfansätze in den Waden, doch ich war mental einfach nicht mehr bereit, entsprechend ging auch nichts mehr vorwärts. Ein klarer Fehler von mir, da ich das Rennen schon fast abgehakt hatte, so dass ich nun auf einem Stück, das ich normalerweise mit guten 30 Sachen durchdrücken würde, mit mir kämpfen musste um nicht stehen zu bleiben. Das passiert mir sicher nicht mehr, eine wirklich erkenntnisreiche Lehre!
Auch wenn ich heute mit ein paar Tagen Abstand fast drüber lachen muss, natürlich schaffte ich die letzten paar Meter noch, aber ich war am Ende nicht mal richtig froh im Ziel zu sein, da ich mich immer noch über die letzten so fiesen Kilometer ärgerte. Zum Glück erwarte mich Babsi gleich nach der Ziellinie wo sie ja schon einige Zeit zum Warten, denn sie hatte ihre kleine Runde nach exakt 3 Stunden beendet und war danach überraschenderweise aber um so erfreulicher richtig enttäuscht, dass sie die Sache so locker hat angehen lassen. Statt Platz 21. bei den Frauen (von 262 Klassierten) wäre hier wohl locker eine Top-10-Platzierung drin gewesen, wenn sie sich denn mal wirklich angestrengt hätte.
Langer Text, der mich einiges an Zeit gekostet hat, zum Abschluss nun noch jede Menge nackter Zahlen:
| Name | Christian Ammer | ||
| Startnummer | 2230 | ||
| Land/Ort | D-Taufkirchen | ||
| Kategorie | 106km Uomini/Herren 35-39 anni | ||
| Durchgangszeiten auf der Strecke | |||
| Startzeit | 6:35.27,5 | ||
| Zielzeit | 10:49.14,0 | ||
| Fahrzeit | 4:13.46,5 | ||
| Durchschnitt | 25,061 km/h | ||
| Rang Gesamt | 69. | ||
| Rang Kategorie | 18. | ||
| Stelle | Fahrzeit | Rang (Kategorie) | Gesamt |
| Gardena | 2:05.35,1 | 18. | 79. |
| Corvara | 2:17.48,9 | 19. | 84. |
| Campolongo | 2:38.41,8 | 18. | 79. |
| Falzarego | 3:39.40,1 | 16. | 67. |
| Bergzeitfahren Corvara - Campolongo 6.4km, Höhenunterschied 353m | |||
| Fahrzeit | 20.52,9 | ||
| Durchschnitt | 18,389 km/h | ||
| Rang Gesamt | 63. | ||
| Rang Kategorie | 15. | ||
Positiv herauszuheben sind hier vor allem drei Dinge: 12 Plätze gut gemacht am Schlussanstieg und ein guter Platz 63 bei der gestoppten Bergwertung der zweiten Durchfahrt hoch zum Campolongo (Steigrate von 1034 m/Std und daraus errechnete 289 Watt Durchschnittsleistung), den ich bei weitem nicht voll gefahren bin. Für den Schlussanstieg Falzarego/Valparola gibt es zwar keine offizielle Zeitnahme, aber mit meiner selbst verfolgten Zeit von etwa 45 Minuten komme ich für die 786 Höhenmeter und 11,9 Kilometer auf einen guten Schnitt von 15,8 km/h und eine Steigrate von 1048 Hm/Std, den Passo Giau wäre ich damit circa 50 bis 52 Minuten gefahren.

Am Ende steht nun ein wie ich finde sehr guter und vorher nicht erwarteter 69. Gesamtrang (von 2.722 Männern im Ziel) und eine mit Platz 18 (von 286 Klassierten) fast noch mehr herauszuhebende Leistung in der Alterklasse. Bei dem starken Starterfeld, für Italiener ist der Maratona DAS Highlight der Rennrad-Saison, in den Top-5-Prozent zu landen hätte ich mir vor dem Rennen sicher nicht zugetraut, wobei mir natürlich klar ist, dass die wirklich guten Jungs fast alle auf der langen Strecke unterwegs waren.
Auch wenn ein Vergleich immer schwierig ist, schaue ich links und rechts nach den gemeinsamen Durchangszeiten derjenigen, die bis zum Abzweig Falzarego gleichauf mit mir unterwegs waren, komme ich, jenachdem wie gut ich die tausend Extra-Höhenmeter auch noch in den Beinen gehabt hätte, auf eine “theoretische” Endzeit von 5:35 bis 5:50 Std, die letztlich für Rang 150 bis 350 gereicht hätte (von 4.340 Herren). Etwa 90 Minuten für 30 Zusatz-Kilometer und 1.000 Höhenmeter mehr wären sicherlich nicht unrealistisch und damit würde ich dann auch ziemlich genau in dem Bereich liegen den ich mir vorher im Idealfall zugetraut hätte. Das hätte am Ende dann auch auf der Maratona-Strecke (so in etwa) für die Top5-Prozent gereicht. Nicht schlecht, Herr Specht -die Radform stimmt also …
P.S. Auch multimedial ist diesmal noch recht viel Material vorhanden. In meinem Picasa-Album (Dolomiten 2011) findet Ihr Fotos des ganzen Wochenendes, zudem könnt Ihr ja auch mal schauen, ob Ihr mich auf den offiziellen Videos an den Durchfahrten findet. Viel Spaß und vor allem DANKE für die Lesekondition (wenn Ihr es tatsächlich bis hier geschafft habt durchzuhalten)!


Kategorie(n):
16. Juli 2011 um 19:23 Uhr
“DANKE f
16. Juli 2011 um 20:11 Uhr
Den Keks hast Du Dir wahrlich verdient. Gib Bescheid wo ich ubergeben kann.
4. September 2011 um 10:28 Uhr
[...] Transalp, Maratona und einer anschließenden Ruhepause schnalle ich am letzten Sonntag zum ersten Mal seit dem 23. [...]