Kurztrip Malle

Gepostet am 8. April 2010

Schadeschade, das sind wir nach fünf viel zu kurzen Tagen schon wieder zurück vom bereits freudig angekündigten Oster-Trip nach Mallorca. Da ohne Online-Anschluss im Hotel dort, nun also mit etwas Verzug wie gewohnt, jetzt natürlich auch noch der Erlebnisbericht der letzten Tage.

Tag 1: Abflug, Ankunft, Einrollen
Bereits um 3:30 Uhr klingelte der Wecker und schon gegen kurz nach 4 Uhr machten wir uns auf zum Flughafen, wobei wir es diesmal auch tatsächlich schafften toppünktlich abzufliegen und letztlich gegen halb neun erfolgreich auf spanischem Boden zu landen. Um keine weitere Zeit zu verlieren verzichteten wir auf den Bustransfer des Reiseveranstalters, schnappten uns statt dessen gleich auf eigene Faust ein Taxi, bekamen zu aller Überraschung auch sofort unser Zimmer und waren, unglaublich aber wahr, bereits um 9.30 Uhr in unserem Zimmer im Hotel Apolo.
Weiterhin galt es auch im Anschluss keine Zeit zu verlieren und so machten wir uns gleich wieder auf zum Cyclista-Verleih auf Höhe Balneario 9, wo unsere reservierten Rennräder (brandaktuelle Stevens Xenon mit kompletter Ultegra 6700 in Kompakt-Ausführung) auch schon wie vereinbart für uns bereitstanden, so dass wir uns bei sonnigen 18 Grad und nach einem kurzem Mittagssnack gleich gegen 12.30 Uhr aufmachten auf die erste Etappe Richtung Osten, die es mit aufkommenden Winden, den Anstiegen nach Randa Cura und hinauf nach Sant Salvador auch gleich in sich hatte.


Radroute 426240 – powered by Bikemap 

Auch, wenn es erst etwas anders geplant war, am Ende kamen an diesem Samstag , wie auf der eingeblendeten Route ersichtlich ziemlich exakt 135 Kilometer, 1.4000 Höhenmeter und rund 5 Stunden Nettofahrzeit zusammen. Mit dreieinhalb Stunden Schlaf und 2.000 Reisekilometer auf dem Konto alles andere als eine lockere Tour zum Einstieg, aber letztlich ganz sicher ein idealer Auftakt, der Lust machte auf mehr.

Tag 2: Abwarten, dann loslegen
Der Wetterbericht am Vortag kündigte schon etwas wechselhaftes Wetter für den Ostersonntag an und tatsächlich, pünktlich nach dem Frühstück begann es auch schon zu regnen. Nach einem eingelegten After-Frühstück-Spaziergang und ein bisschen Formel 1 in TV zur Überbrückung wollten wir uns kurz vor 12 Uhr gerade aufmachen, als es draußen nochmals so richtig wolkenbruchmäßig loslegte. Weiter warten lautete dann die Devise, was sich aber definitiv lohnte, denn um kurz nach 14 Uhr klarte der Himmel dann doch noch auf und der Weg war frei für eine wunderbare Runde gen Westen über Puigpunyent, Galilea, Es Capdella, Calvia, den Col de la Creu und danach immer entlang am Wasser von Palma-Zentrum wieder zurück zum Hotel.


Radroute 439096 – powered by Bikemap 

Eine wirklich herrliche Tour, auf der wir zeitweise das Gefühl hatten als einzige unterwegs zu sein. Allein die letzten paar Kilometer entlang der (logischerweise) sonntäglich überfüllten Strandpromenade machten trotz stets abgetrennter Radwege an diesem Tag keinen so rechten Spaß.

Tag 3: Die Königsetappe
Als um 8.45 Uhr der Wecker klingelte wartete draußen schon der strahlend blaue Himmel auf uns. Ideale Voraussetzungen als um nach zwei „Einfahrtagen“ die Königsetappe unter die Räder zu nehmen. Und so packen wir nach einem richtig ausgiebigen Frühstück dann gegen halb 11 unser Zeug zusammen und machten uns ausgestattet mit jeder Menge kalorienhaltigen Riegel hinaus aus dem Ballungszentrum Palma Richtung Westen über Bunyola zum wunderschön zu fahrenden und vollständig in der Sonne liegenden Pass Coll de Soller, rasend wieder hinab nach Soller und dann für 56 Minuten exakt 13,4 Kilometer und etwa 850 Höhenmeter hinauf auf das Dach der Balearen zum Tunnel unterhalb des höchsten Berg der Insel, den Puig Major. Warm anziehen, hieß es dann, ehe wir nach kurzem Anstieg zum Coll dels Reis noch die spektakuläre 9 Kilometer lange Abfahrt (ca. 700 Höhenmeter) nach Sa Calobra in Angriff nahmen, auf der wir uns allerdings aus Zeitgründen nur etwa bis zur Hälfte hinunter und folglich wieder hinauf wagten, immerhin warteten ja noch zehn weitere überwiegend ansteigende Kilometer auf uns bis wir mit der Abfahrt hinunter nach Caimari “endlich” von den Bergen erlöst wurden und uns bei nun heftigen Gegenwind auf den 40 Kilometer langen Rückweg nach Can Pastilla machen konnten.


Radroute 439078 – powered by Bikemap 

Inklusive einer großen Cappu-Pause und mehreren eher kurzen Halten für Verpflegung, Toilettengang, Kleidungswechsel und Fotostopps waren wir an diesem Tag fast acht Stunden unterwegs. Zeitlich gesehen die längste Tour, die ich jemals mit dem Renner unterwegs war.

Tag 4: Küstenstraße zum Schluss
Bei nur leider “nur” wolkigem Himmel ging es am Dienstag auf die letzte Etappe unserer Mallorca-Rundfahrt, die uns schließlich über Esporles zur wunderschön zu fahrenden Küstenstrasse, die aufgrund einer Strassensperre zwischen Estellences und Andratx fast autofrei befahrbar war. Nach wiederum deutlich über 1.000 Höhenmetern ging es dann über Es Capdella und Calvia wieder zurück gen Palma und mit aufkommenden Sitzproblemen waren wir definitv beide froh, dass diese Tour “schon” nach guten 100 Kilometer zu Ende ging.


Radroute 439089 – powered by Bikemap 

Nach kurzem frisch machen im Hotel ging es dann gleich um 17 Uhr wieder zu den “Cyclistas” Gerald und Anja, die uns diese vier Tage mit Top-Material und super Service hervorragend unterstützten. Wer bei so einem Angebot seine Räder selbst mit auf die Insel nimmt, der hat echt eine Schraube locker.



Eine Reaktion zu “Kurztrip Malle”

  1. Ordentlich hingeballert | Blog[CHA] v2 meinte:

    [...] wirkliche Vorbereitungszeit derzeit förmlich davon. Nach der gut überstandener Rückkehr vom Kurztrip auf die Insel des ewigen Gegenwindes (Mallorca), steckte ich im Training ganz bewusst erst mal nicht zurück, sondern versuchte meine aufgrund von [...]